Europäische Investitionsbank finanziert Integration

Sir Brian Unwin über die Tätigkeit der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Österreich

Wien - (OTS) Auf Einladung der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich berichtet Sir Brian Unwin, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und Präsident ihres Verwaltungsrates, heute abend ab 18.30 Uhr in der Börse über die Tätigkeit der EIB und ihr Engagement in Österreich. Abgesehen davon spricht er über seine Erwartungen an den EURO und berichtet über bereits gesetzte Maßnahmen und Vorhaben der EIB um "die Verwirklichung einer stabilen und tragfähigen Wirtschafts- und Währungsunion zu erleichtern".****

Die EIB habe - so Sir Brian Unwin bei seiner heutigen Rede in der Börse - als ein starker Finanzmittler die Aufgabe, die kollektive Stärke ihrer Anteilseigner zur Umsetzung vorrangiger wirtschaftspolitischer Ziele der EU einzusetzen, und zwar insbesondere in den wirtschaftsschwächeren Regionen. "Österreich gehört nicht zu diesen Regionen, doch gibt es auch hier
vorrangige wirtschaftspolitische Anliegen, die nicht nur für Österreich, sondern auch für die EU als ganzes von Bedeutung sind", so Unwin weiter. Als wichtige Bereiche in denen durch die Finanzierung der EIB ein maximaler zusätzlicher Nutzen erbracht werden soll, nennt Unwin den Verkehr, Telekommunikation und
Energie im öffentlichen und privaten Sektor.

Seit dem EU-Beitritt kommt Österreich uneingeschränkt für die Finanzierung der EIB in Betracht und die "Tätigkeiten der EIB in Österreich haben sich seit dem Beitritt im allgemeinen zufriedenstellend entwickelt", erklärt der Präsident der EIB. Verträge über Darlehen von deutlich mehr als 10 Mrd Schilling seien bereits unterzeichnet und weitere Darlehen über 14 Mrd. Schilling müßten nur noch endgültig ausgehandelt und unterzeichnet werden. Die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel wurden beispielsweise in folgenden Projekten eingesetzt:
- Verkehr: Ausbau der Südbahn-Achse der Österreichischen Bundesbahnen in der Steiermark einschließlich des Baus des Galgenberg-Tunnels.
- Energie: Bau des Wasserkraftwerkes Freudenau an der Donau bei
Wien und Ausbau des Fernheizungsnetzes der Stadt Wien.
- Umweltschutz: Ausbau und Modernisierung der Abwasseranlagen der Stadt Wien.
- Telekommunikation: Errichtung von Lichtwellenleiter-Telekommunikationsverbindungen zwischen Österreich und seinen sieben Nachbarländern durch die Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung.
- Industrie: Papiermaschine für die Herstellung von holzfreiem Papier bei Graz; Automobilwerk in Steyr.
- Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Globaldarlehen an die Investkredit zur Förderung von KMU und an die Österreichische Hotel und Fremdenverkehrs-Treuhand für Fremdenverkehrsprojekte.
- Ein Globaldarlehen an die Bank Austria hauptsächlich zur Finanzierung kleiner kommunaler Infrastrukturvorhaben zum Umweltschutz und zur rationellen Energienutzung.

Weiters betonte Sir Brian Unwin, daß "die EIB den TEN (Transeuropäische Netze) eine sehr hohe Priorität einräumt". Die EIB ist bei weitem der größte einzelne Geldgeber für die Netze und hat seit 1993 europaweit rund 33 Mrd ECU für TEN mit einem Investitionsvolumen von deutlich über 100 Mrd ECU (1400 Mrd Schilling) bereitgestellt.

Ein zunehmend großer Teil der Finanzierung der EIB außerhalb der EU fällt mittlerweile den 11 Ländern Mittel- und Osteuropas zu. "Für die EIB ist einer der großen Vorteile des Beitritts Österreichs zur EU der, daß sie jetzt das Know-how und die traditionellen Kontakte österreichischer Banken in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) nutzen kann", so Sir Brian Unwin abschließend.

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Vertretung der Europäischen Kommission, Gerda
Fiegl: Tel: 516 18/341.

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