Thermische Kunststoffnutzung im Zementwerk: Baufeld-Austria verdoppelte Kunststoff-Kapazitäten

Wien (OTS) - An die 22.000 Tonnen Altkunststoff aus der Hausmüllsammlung wurden 1996 als Brennstoff in der Zementindustrie genutzt. Heuer wird Baufeld-Austria rund 30.000 Tonnen von der Österreichischen Kunststoff Kreislauf AG übernehmen und zu Brennstoff verarbeiten. Das Konzept des Wiener Unternehmens, durch ein mehrstufiges Aufbereitungsverfahren aus dem Verpackungsmüll ein qualitätsgesichertes, den Ansprüchen der Zementwerke voll entsprechendes Brennmaterial zu gewinnen, fand mittlerweile auch internationale Beachtung: Die europäische Vereinigung der Kunststoffhersteller (Association of Plastics Manufacturers in Europe - APME) stützt sich auf Know-how und Ergebnisse des österreichischen Recyclers.

Vier Jahre hat die Entwicklung und wissenschaftliche Absicherung des Konzepts "Brennstoff aus Kunststoff" gedauert, die Investitionskosten betrugen rund 25 Millionen Schilling. Die ökologischen Ergebnisse überzeugten auch schärfste Kritiker - die Emissionswerte der Zementwerke, die Kunststoff-Brennstoff einsetzen, liegen in keinem Kriterium schlechter als bei Verwendung traditioneller Brennstoffe, einige Parameter verbessern sich sogar deutlich.

Neben Verpackungskunststoffen verarbeitet Baufeld-Austria auch Altöle (1996: 10.900 Tonnen) und Lösemittel (1.200 Tonnen) zu Brennstoff. Bei rückgängigem Lösemittelmarkt und stagnierendem Altölgeschäft konnte Baufeld den Kunststoffbereich gegenüber 1995 (rund 10.430 Tonnen) verdoppeln. Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg von 62,6 Millionen 1995 auf rund 119 Millionen Schilling.

Baufeld-Austria, ein Joint-venture des deutschen Entsorgungsspezialisten Baufeld und der Wietersdorfer + Peggauer Zementwerke, ist in Österreich seit 1991 tätig. In der Herstellung von Alternativbrennstoffen für den industriellen Einsatz sieht Geschäftsführer Dipl.-Ing. Helmut Ogulin ein stark ausbaufähiges Gebiet: "Ressourcenschonung und die Wiederverwertung von Altstoffen nehmen an Bedeutung zu. Durch die rückstandsfreie Verbrennung, den hohen Nutzungsgrad der Energie und den Ersatz andernfalls notwendiger Primärenergie stellt die thermische Verwertung in der Industrie die zukunftsorientierte Alternative zur Müllverbrennung dar." (Zu diesem Text ist eine Grafik in Schwarzweiß online abrufbar. Auer Mailbox Wien: 533-7-522.)

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