Forschungszentrum Seibersdorf (ÖFZS) zum Gentechnik-Volksbegehren - jetzt Zeit für sachlichen Dialog nützen

Sicherheit durch Forschung und Information - Österreich als Standort für Forschung und Entwicklung darf nicht gefährdet werden

Wien (OTS) - "Das Ergebnis des Gentechnik-Volksbegehrens muß man als Signal und Chance sehen, die Umsetzung innovativer Forschung und Technologie in Österreich öffentlich und breit zu diskutieren. Es hat gezeigt, daß ein großer Teil der Bevölkerung bereit ist, sich an der Beurteilung neuer Zukunftstechnologien zu beteiligen." Dies erklärte heute der Leiter des Bereiches Lebenswissenschaften im Forschungszentrum Seibersdorf, Dr. Hans Kroath.

Man müsse nun nach einer Phase des emotionellen Dialoges eine "Abkühlphase" einleiten und berechtigte Fragen der Bevölkerung zu Themen wie Sicherheit, Ökologie und Anwendernutzen beantworten. In dieser sachlichen Diskussion müßten die drei Forderungen des Volksbegehrens auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden, ohne dabei internationale Verpflichtungen Österreichs zu gefährden und ohne daß dabei Österreich als Standort für innovative Forschung und Entwicklung in Frage gestellt würde, erklärte Kroath.

Ein gesellschaftspolitischer Konsens für die Hochtechnologie sei für die weitere Entwicklung Österreichs von elementarer Bedeutung. Man dürfe auf die Chancen der Gentechnik ganz einfach nicht verzichten und müsse potentielle Risken auf ein Mindestmaß reduzieren. Die Gentechnik, so Kroath, stehe derzeit stellvertretend für alle zukünftigen Hochtechnologien auf dem Prüfstand.

In diesem Zusammenhang sprach sich Kroath für eine aktive begleitende Sicherheitsforschung aus, die gemeinsam mit sachlicher Aufklärung am besten geeignet sei, spezifische und unspezifische Ängste vor der Gentechnik zu beseitigen. Forschung dürfe in Österreich nicht verboten werden. Es sei ein Gebot der Stunde, Sicherheitsforschungen zu fördern und zu einem nationalen Forschungskonzept Gentechnik-Sicherheit auszubauen, schloß Kroath.

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