Alte Patienten wehren sich gegen "ungesunde Tendenzen"

Wien (OTS) - In falsch verstandenem Sparsamkeitsdenken will der Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger den Patienten und ihren Hausärzten die Behandlung typischer Alterserkrankungen (wie Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Ohrensausen und Schwindel, schlechtes Konzentrationsvermögen, Vergeßlichkeit) erschweren. Es ist zu befürchten, daß die entsprechenden Medikamente in Zukunft nur nach einem längeren "Hürdenlauf" auf Kassenkosten erhältlich sind. Aber gerade ältere Patienten sind keine guten Hürdenläufer.

Fachdiskussion Demenztherapie 18. April 14.30 Uhr

Damit die Krankenkassen nicht bevormundend entscheiden, was für ältere Patienten gut und richtig ist, hat sich eine Plattform mit dem provokanten Namen "Alt - aber (noch) nicht dumm!" gebildet. So provokant wie der Name sind auch die Aktionen: Kleber mit kräftigen Sprüchen rufen zum Widerstand auf. Mit Unterstützungserklärungen werden in ganz Österreich Unterschriften gesammelt. Informationen an gesundheitspolitische Entscheider sollen auf die bevorstehende Entwicklung aufmerksam machen.

Gemeinsam mit dem österreichischen Hausärzteverband, der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, dem Institut für Sozialmedizin der Universität Wien und dem Wiener Patientenanwalt lädt die Plattform am 18. April 14.30 - 17.30 Uhr zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung: "Können wir uns Einschränkungen oder Verzicht der medikamentösen Demenztherapie leisten?" Die Experten-Diskussion wird zeigen, ob klinische, hausärztliche und gesundheits-ökonomische Tatsachen so einfach vom Tisch gefegt werden können.

Ort: Bildungszentrum der Arbeiterkammer, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien.

Bitte berichten Sie ausführlich über unsere Veranstaltung und nehmen Sie teil!

Rückfragen & Kontakt:

Plattform "Alt - aber (noch) nicht dumm"
Elisabeth Leeb
Tel.: 505 68 230

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