Rainhard Fendrich kündigt im Interview mit TV Media (Heft 17, ET 16. April) an, Österreich verlassen zu wollen, "wenn die Verfolgung meiner Person überhand nimmt." Zur Zeit läuft gegen Fendrich eine Steuerprüfung

Wien (OTS) - Fendrich in Richtung Steuerbehörde: "Ich habe sofort eine Steuernachzahlung geleistet. Ich zeige doch, daß ich hierbleiben möchte! Wenn ihr mich aber quält, wird mir nichts anderes übrigbleiben, als Österreich zu verlassen. Ich bin doch kein Masochist!"

Fendrich fühlt sich nicht nur von der Finanz verfolgt, sondern rechnet auch mit Österreich ab. Fendrich: "Leider Gottes ist es in Österreich so, daß die Neidgenossenschaft eine extreme Hochkonjunktur erlebt. Der Neid ist ein österreichischer Nationalsport geworden. Wenn jemand vermögend ist, glaubt man ihm einfach nicht, daß er es auf ehrliche Art und Weise geworden ist. Reiche Menschen haben entweder einen reichen Vater, oder sie sind Zuhälter - das ist doch die herrschende Meinung. Und ich spüre, daß man sich genieren muß, wenn man in diesem Land erfolgreich ist."

Fendrichs Erklärung für den Neidkomplex der Österreich: "Wir haben kollektiv ein schlechtes Gewissen, weil wir in unserer jüngsten Geschichte viele schreckliche Dinge gemacht haben. Dieses fehlende Selbstbewußtsein äußert sich in Eskapaden, daß man jedem alles neidet, jeden anschwärzen muß."

Fendrichs Konsequenz: völliger Rückzug ins Private. Fendrich:
"Seit zwei, drei Jahren habe ich kein Interesse mehr, in eine Kneipe zu gehen - weil ich dort nur die Mißgunst der Leute spüre. Ich entbehre in Österreich diese Freundlichkeit, die mich im Ausland umgibt."

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