Blockade des Sicherheitspaketes aufgeben! Warnung vor "Leichtmotorrad mit B-Führerschein" Anstieg der Totenzahl wäre die Folge - Verkehrssicherheitspaket nicht aufschnüren - Auch "Moped mit 15" stößt auf breite Ablehnungsfront

Wien (OTS) - "Die Versuche, das vorliegende Gesetzespaket zur Verkehrssicherheit zu filetieren, richtet sich gegen die Bemühungen um mehr Sicherheit auf unseren Straßen", so das KfV zum Drängen von VP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka. Dieser fordert die rasche Vorlage eines Führerscheingesetzes im Parlament unter Isolierung der Themen "Punkteführerscheingesetz" und "0,5 Promille im Straßenverkehr".

Abgelehnt wird auch vom KfV eine Erlaubnis, nach 5 Jahren mit dem B-Führerschein Leichtmotorräder mit bis zu 125 ccm lenken zu dürfen. SPÖ und ÖVP wollen ein entsprechendes Gesetz zügig ausverhandeln und noch vor dem Sommer beschließen. Voraussetzung dazu sollen 6 Stunden praktische Ausbildung sein, Prüfung ist keine vorgesehen. Offenbar ist an dieser Neuregelung speziell die Kfz-Wirtschaft interessiert, die sich den zusätzlichen Verkauf von Motorrädern erhofft.

Ebenso vehement ist die Senkung des Mopedalters auf 15 Jahre abzulehnen. Drei Viertel der betroffenen Eltern und auch 34% der Jugendlichen selbst lehnen diese Maßnahme ab. "Unreife und Unfallrisiko" sind die häufigsten Gegenargumente. 1995 war die Hälfte aller 16- und 17-jährigen Verunglückten im Straßenverkehr Mopedfahrer.

Gerade jetzt, wo die Unfallzahlen wieder im Steigen begriffen sind, müsse alles getan werden, um den positiven Trend der vergangenen Jahre - sinkende Unfall- und Opferraten - zu stützen. Dies gehe nur mit verstärkter Bewußtseinsbildung - siehe Aktion "Känguruh" des KfV zur Verwendung von Kindersitzen - , intensive Verkehrsüberwachung und Einführung wirksamer, im Ausland bereits bewährter Rahmenbedingungen.

Sowohl Punkteführerschein als auch 0,5 Promillegrenze und "Fahren mit Licht am Tag" haben sich in jenen Ländern, wo dies eingeführt wurde, nachweislich bewährt und zur Unfallsenkung beigetragen.

Da sich Österreich noch immer im schlechten Mittelfeld hinsichtlich der Verkehrssicherheit bewegt, appelliert das KfV neuerlich an die Verhinderer dieser notwendigen Sicherheitsmaßnahmen:
"Geben Sie bitte im Interesse der vielen unschuldigen Verkehrsopfer ihre Blockade des Sicherheitspaketes auf - wir können dann mit etwa 10 Prozent weniger Unfallopfer rechnen. Ähnliche Empfehlungen von uns in der Vergangenheit - siehe Probeführerschein, der lange verhindert wurde - haben sich bewährt. Nehmen wir nicht unnötig Opfer in Kauf!"

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Herbert Koczera
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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