FCG-Wien 4: FCG-Wien: Vehemente Ablehnung der Sonntagsarbeit! BERICHTIGTE WIEDERHOLUNG OTS0077

FCG-Wien Vorsitzender Gajdosik kündigt Maßnahmen gegen Verstöße an! Der neue Vositzende der FCG-Wien und AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik erklärte beim 12. Landestag der FCG-Wien, daß für ihn eine flexiblere Gestaltung der Arbeit an Sonntagen nicht in Frage käme. Die bisherigen Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen seien mehr als ausreichend, der Sonntag dürfe nicht zu einem "normalen" Werktag werden.

Gajdosik kündigte an, sämtliche gewerkschaftlichen und rechtlichen Maßnahmen auszuschöpfen, sollte es dennoch zu Verstößen gegen die Sonntagsruhe kommen.

Als Beispiel für eine geplante und gesetzwidrige Sonntagsarbeit nannte der FCG-Wien-Vorsitzende den Vorstoß der Interessengemeinschaft Multiplex in Wiener Neudorf (SCS-Gelände), die ihre Handelsbetriebe am 20. April offen halten möchte.

Als weitere Schwerpunkte seiner kommenden Arbeit nannte Gajdosik die Umsetzung der Strukturmilliarde, die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen durch Berufe in den Bereichen der Dienstleistungen, der Hochtechnologie, der Umwelt, der sozialen Dienste und der Telearbeit.

Ein besonderes Problem stellt für den neuen FCG-Wien-Vorsitzenden die Facharbeiterausbildung dar: "Die Lehrlingszahlen gingen von 1990 bis jetzt um 42.000 zurück. Seit 1990 haben wir um 1000 (NICHT: 7.000 weniger Lehranfänger, davon 1600 alleine in Wien. In Wien gibt es 3000 Schulabgänger, die keinen Lehrplatz gefunden haben, und das trotz Förderungsmaßnahmen seitens des AMS. Die Schaffung von neuen Lehrberufen und die Zusammenlegung von verwandten Lehrberufen müssen daher erleichtert werden. Ein Beispiel dafür wäre der Möbelinstallateur, der nicht nur zur Möbelmontage sondern zum Herstellen der nötigen elektrischen Anschlüsse im Rahmen der Montage berechtigt und befähigt ist", sagte Gajdosik.

"Auch in Bereichen der EDV, Dienstleistung-Technologie und den sozialen Diensten müssen bis Herbst neue Lehrberufe geschaffen werden. In der Vergangenheit sind kaum neue Berufsbilder hinzugekommen, mit der Änderung der Gewerbeordnung müßte dies aber möglich sein."

Gajdosik bekannte sich zum Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Leistung" und will sich nach diesem Prinzip für die Beseitigung bestehender Lohnungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen einsetzen.

Der neue FCG-Wien-Vorsitzende sprach sich weiters für eine Steuerreform zugunsten der Familien und gegen das geplante Road-Pricing aus.

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