FCG-Wien 2: FCG-Wien: Deregulierung schafft keine Arbeitsplätze!

Günter Pichl kritisierte Jugendarbeitslosigkeit in Wien als gesellschaftliche Schande! In seinem Bericht an den 12. Landestag ging der scheidende Vorsitzende der FCG-Wien, Günter Pichl, auf die zunehmenden Deregulierungsabsichten der Unternehmervertreter ein. "Produktionsauslagerungen, die Infragestellung von Kollektivverträgen und Rationalisierungen können kein Rezept zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich sein", erklärte Pichl.

"Schon jetzt ist ein Rückgang des privaten Konsums feststellbar, und geht erst einmal die Massenkaufkraft verloren, ist der Weg in eine langanhaltende Rezession vorgezeichnet!"

Pichl beklagte, daß es trotz massiver Anstrengungen nicht gelungen sei, die 70.000 Arbeitslosen in Wien wieder in Beschäftigung zu bringen. Die Jugendarbeitslosigkeit und der akute Lehrstellenmangel seien dabei eine besondere Schande für unsere Wohlstandsgesellschaft. Er habe das Gefühl, daß es in diesem Zusammenhang mehr Sonntagsreden als zielorientierte Aktionen gebe. Pichl wörtlich: "Die Jugendarbeitslosigkeit von heute ist die Sockelarbeitslosigkeit von morgen!"

Pichl merkte an, daß neben den hausgemachten Problemen auch der zunehmende Neoliberalismus und die Globalisierung auf den Arbeitsmarkt negativ Einfluß nehmen. Als eine Maßnahme, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, fordert er mehr internationale gewerkschafltiche Solidarität ein. Es sei höchste Zeit, die gewerkschafltiche Macht zu nutzen.

Für die FCG-Wien legte Pichl eine positive Organisationsbilanz: Es sei in den vergangenen vier Jahren gelungen, den Mitgliederstand von 28.000 Personen auf 31.000 zu steigern. An Betriebs- und Personalvertretermandaten hält die FCG-Wien bei 1300 Personen, womit das Niveau der vergangenen Jahre gehalten werden konnte.

FCG-Landessekretär Josef Büchler wurde Dank und Anerkennung für seinen Einsatz um die Landesgruppe ausgesprochen.

(Fortsetzung).

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