ÖAR fordert härtere Sanktionen für Eltern nicht-angegurteter Kinder!

Wien (OTS) - Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation ÖAR, Dachorganisation der Behindertenverbände, fordert verschärfte Kontrollen und strengere Sanktionen für Erwachsene, die Kinder im Auto ohne vernünftige Sicherung transportieren. "Es zeugt von grenzenloser Unvernunft und dem Mangel von Verantwortungsgefühl, Kinder bewußt dem Risiko einer Behinderung oder gar des Todes auszusetzen, wenn dieses Risiko durch einfachste Maßnahmen minimiert werden kann", so ÖAR- Präsident Dr. Klaus Voget.****

Die ÖAR begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die "Aktion Känguruh" des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Sensibilisierung reicht aber nach Meinung der ÖAR nicht aus. Voget: "Es gibt zu viele Menschen, die ihrem Schutzengel mehr vertrauen als vernünftigen Argumenten." Das Risiko einer möglichen Behinderung wird viel eher verdrängt als die Angst vor hohen Strafen. Daher fordert die ÖAR stärkere Kontrollen durch die Polizei vor allem auch im Umkreis von Kindergärten und Schulen. Denn, so Voget: "Gerade auf kurzen Wegen verzichten viele auf Sicherheit."

Die Verwendungspflicht von Kindersitzen ist seit 1.1.1994 im KFG, Par. 106, Abs. 1b geregelt. Der Strafrahmen beträgt bis zu öS 30.000,-. Im Normalfall werden aber lediglich Organmandate in der Höhe von öS 200,- eingehoben. "Zu diesem lächerlich geringen Betrag können sich LenkerInnen von ihrer Verantwortung für Kinder freikaufen", meint dazu Dr. Voget. Die Strafen bei Mißachtung der Verwendungspflicht für Kindersitze sollten zumindest das Doppelte des Preises für einen guten Kindersitz betragen, so die ÖAR. Voget: "Vor allem als Interessenvertretung behinderter Menschen sind wir daran interessiert, jede vorbeugende Maßnahme zu forcieren - und dazu gehören auch gut gesicherte Kinder."

Rückfragen: ÖAR
Birgit Primig-Eisner
Tel.: 513 15 33-116

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