Habsburg: Papst ist keine Steuerquelle

"Repuplika Srpska" verlangt Wegezoll für Papst-Besuch

Wien (OTS) - "Die Wegelagerer-Mentalität mittelalterlicher Raubritter hat im 20. Jahrhundert nichts mehr verloren." Aufs schärfste verurteilt der Europaparlamentarier Karl Habsburg, Präsident der Paneuropabewegung Österreich, die Absicht der "Repuplika Srpska", von Menschen, die am Wochenende gemeinsam mit dem Papst in Sarajewo die Heilige Messe feiern wollen, einen Wegezoll einzuheben. Demnach wollen die Serben einen Betrag von 70 D-Mark (in D-Mark zu bezahlen) für die Fahrt durch ihr und in ihrem "Staatsgebiet" verlangen. Karl Habsburg hatte sich voriges Wochenende gemeinsam mit seinem Vater und einer Paneuropa-Delegation in Sarajewo aufgehalten, wo mehrere Vertreter der Kirche und der Föderation auf dieses Problem hinwiesen.

In einem Dringlichkeitsantrag an das Europäische Parlament wird unter anderem der Hohe Vertreter der Europäischen Union, Carl Bildt, aufgefordert, Druck auszuüben, um eine Rücknahme dieses Wegezolls zu erwirken.

"Es ist ein eindeutiger Verstoß gegen das Recht auf Religionsausübung, wenn hier wildgewordene Nationalisten beabsichtigen, den Heiligen Vater als Steuerquelle zu mißbrauchen", so der christlich-konservative Europaparlamentarier. "Die Friedensordnung in Bosnien-Herzegowina sieht das Recht auf Bewegungsfreiheit in ganz Bosnien-Herzegowina für alle Bürger vor."

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