Sturm-Star Giannini: "Ich werde Sturm fix verlassen."

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 15/10.4.1997

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem heute erscheinenden Nachrichtenmagazin NEWS spricht der italienische Strum-Graz-Star Giuseppe Giannini offen über seine Probleme mit Graz, sein Verhältnis zum österreichischen Fußball und seine Zukunftspläne. Giannini: "Graz ist eine liebe, kleine Stadt, vielleicht ein bißchen zu klein." Daß es mit Graz sportlich nicht rund gelaufen sei, mag laut Giannini auch daran gelegen sein, daß in der Mannschaft insgesamt neun Ausländer spielen: "Das macht die Sache von Anfang an irrsinnig schwer. Der eine sprach nur Polnisch, der andere Kroatisch, manche Englisch und ich eben nur Italienisch."

Der Gewinn des Super-Cups gegen Rapid am Anfang der Saison wäre fatal gewesen. Giannini: "Wir haben die Nase danach zu hoch getragen und nicht konzentriert genug weitergearbeitet."

Die österreichische Mentalität beurteilt Giannini eher skeptisch:
"Engstirnigkeit zum Quadrat, sehr eng. Man sieht das schon am Spielfeld, wenn der Trainer den Spielern sagt, wie sie spielen sollen. Dann ziehen sie das durch und damit basta. Vielleicht sollte der eine oder andere mehr Flexibilität zeigen. Die Österreicher sind wie die Deutschen, sehr hart, starke Charaktere."

Über seinen Präsidenten Hannes Kartnig meint Giannini: "Er ist ein Mensch, der oft Meinungen von sich gibt, die er sich vorher besser zweimal überlegen sollte. Aber ich empfinde tiefen Respekt vor ihm. Er hat mir und meiner Familie sehr geholfen."

Nach dieser Saison werde er trotz seines Zweijahresvertrages Graz vielleicht verlassen: "Spätestens im Juni. Wenn ich keinen Club in Italien finde, beende ich meine Karriere."

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