Kein Krankheitsrisiko durch elektromagnetische Felder

Keine Auslöser von Krebserkrankungen Neueste Studie ergibt: Angst vor Handies ist unbegründet

Wien (PWK) - Auch die jüngste kritische Prüfung der weltweit vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen über die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder hat bestätigt: ****

Elektromagnetische Felder sind keine Auslöser von Krebserkrankungen; auch andere objektiv feststellbare Gesundheitsgefährdungen können ausgeschlossen werden, sofern die geltenden österreichischen Grenzwerte bzw. jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingehalten werden.

Bezüglich der in jüngster Zeit heftig diskutierten gesundheitlichen Auswirkungen durch Handies läßt sich feststellen, daß selbst bei stärksten GSM-Mobiltelefonen die Grenzwerte der ÖNORM S 1120 bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eingehalten werden. "Nach heutigem Kenntnis-Stand sind daher Gefährdungen durch Mobiltelefone nicht anzunehmen", lautet der Grundtenor der Wissenschafter.

Die elektrischen und magnetischen Feldstärken, denen die Allgemeinbevölkerung in Österreich ausgesetzt ist, erreichen die Grenzwerte der österreichischen Normen ÖNORM S 1119 und S 1120 nicht, im Allgemeinen liegen die Feldstärken sogar beträchtlich darunter.

Der Aufenthalt in der Umgebung von Höchstspannungsfreileitungen, Rundfunksendern, Verkehrsradaranlagen, Feststationen von Mobilfunknetzen sowie der Gebrauch von elektrischen Haushaltsgeräten, wie Mikrowellenherden, ist daher unbedenklich.Herzschrittmacher können auch unterhalb der Grenzwerte für die Allgemeinbevölkerung beeinflußt werden, eine daraus resultierende Gefährdung der Herzschrittmacherträger ist aber statistisch sehr unwahrscheinlich.

In bestimmten Berufssparten, wo industrielle Hochleistungsanlagen, wie Induktionsöfen, Hochfrequenzschweißmaschinen oder Einrichtungen zur Materialbearbeitung zur Anwendung gelangen, können die Grenzwerte erreicht oder überschritten werden, daher sind hier wie auch bei medizinischen Hochfrequenztherapieeinrichtungen Sicherheitsvorschriften notwendig, die durch technische oder organisatorische Maßnahmen sicherstellen, daß das Bedienungspersonal keinen unzulässigen Belastungen ausgesetzt wird.

Dies alles hat eine österreichische Gruppe von Wissenschaftern -darunter Georg NEUBAUER vom Forschungszentrum Seibersdorf, Univ.Prof. Ernst BONEK und Univ.Prof. Gottfried MAGERL von der Technischen Universität Wien, Univ.Prof. Norbert LEITGEB von der Technischen Universität Graz sowie Univ.Prof. Oswald JAHN von der Universität Wien, AKH Wien - in der "Studie dokumentierter Forschungsresultate über die Wirkung Elektromagnetischer Felder" festgestellt. In dieser Studie heißt es zusammenfassend: "Insgesamt besteht in Österreich bei Einhaltung der heute geltenden Sicherheitsgrenzwerte nach heutigem Kenntnisstand keine Gefährdung von Personen durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder."

Die dreibändige "Studie dokumentierter Forschungsresultate über die Wirkung elektromagnetischer Felder" wurde im Auftrag des seinerzeitigen Bundesministeriums für Gesundheit und Konsumentenschutz, des seinerzeitigen Bundesministeriums für öffentliche Wirtschaft und Verkehr, des Verbandes der Elektrizitätswerke Österreichs sowie des Fachverbandes der Elektro-und Elektronikindustrie erarbeitet. Sie ist in Teil 1 (Niederfrequente elektrische und magnetische Felder), Teil 2 (Hochfrequente elektromagnetische Felder) und Teil 3 (Wissenschaftliche Veröffentlichungen und relevante Dokumente) gegliedert. Unterkapitel beschäftigen sich unter anderem mit den Quellen nieder- und hochfrequenter elektromagnetischer Felder, wie sie z.B. entlang von Hochspannungsleitungen bzw. im Bereich der Mobilkommunikation auftreten und mit deren biologischen Wirkungen sowie dem Einfluß auf Implantate (Herzschrittmacher). Weitere Punkte sind Sicherheitsnormen und Grenzwertempfehlungen gewidmet.

Die Studie wurde in der Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit und Konsumentenschutz, Forschungsberichte-Sektion III, Nr. I/1997, Teile 1-3 veröffentlicht. Die drei Studienbände können für nähere Informationen über ihren Detailinhalt beim Bundeskanzleramt, Sektion VI, Radetzkystraße 2, 1031 Wien, kostenlos angefordert werden.

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