Hintergrundgespräch zum Thema Gentechnologie

Die Natur kann man nicht verbessern

Wien (OTS) - Die Berglandmilch ist ein bäuerliches Unternehmen mit einer langen Geschichte und bewährten Tradition. Seit nunmehr fast 100 Jahren steht die Marke "Schärdinger" für "Natürlichkeit", "Qualität", "Österreich" und "Tradition". Die Berglandmilch sieht daher keine Notwendigkeit für den Einsatz der Gentechnologie in der Milchverarbeitung. Diese Meinung wird auch von allen anderen maßgeblichen milchwirtschaftlichen Unternehmen in Österreich vertreten. Die Vereinigung der österreichischen Milchverarbeiter -das ist die Plattform für die österreichische Milchwirtschaft - hat in ihrer letzten Vorstandssitzung am 25. März d.J. ein eindeutiges Bekenntnis dazu abgelegt, daß man auch in Hinkunft in Österreich auf den Einsatz der Gentechnologie in der Milchverarbeitung verzichten will.

Welche Schritte hat die Berglandmilch gesetzt?

Seit einem Jahr beschäftigt sich die Berglandmilch intensiv mit dem Thema Gentechnologie. Als erster Schritt wurde bis dato die gesamte Produktion eingehend überprüft. Dabei mußten insgesamt 450 Artikel untersucht werden. In diesem Zusammenhang wurden mit allen (ca. 50) Rohstofflieferanten die Herstellungsverfahren überprüft und entsprechende Garantien für alle Rohstoffe eingeholt.

Darüber hinaus hat die Berglandmilch in den letzten Monaten intensiv mit allen Molkereien, die über die Berglandmilch vermarkten, mit allen Futtermittelfirmen und auch mit den Eigentümern, den 23.000 Bauern, zusammengearbeitet, um den hohen Ansprüchen des Unternehmens gerecht zu werden.

Auf Basis der Vorarbeiten kann die Berglandmilch folgendes

Ergebnis präsentieren:

Wir verwenden in der Berglandmilch keine gentechnisch veränderten Organismen und keine gentechnischen Verfahren:

- bei eigener Produktion werden keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt;

- für Fertigprodukte, die zugekauft und vertrieben werden, gelten dieselben Maßstäbe wie für Eigenprodukte (keine gentechnischen Verfahren, keine veränderten Organismen);

- es werden keine gentechnisch gewonnenen Produkte (1. Generation) eingesetzt, z.B. kein "Genlab".

Wir erzeugen keine kennzeichnunspflichtigen Produkte laut EU-Verordnung:

- Die Endprodukte sind frei von wesentlichen Unterschieden zu herkömmlichen Lebensmitteln.

- Die Endprodukte enthalten keine gentechnisch veränderten Organismen.

- Die Endprodukte enthalten keine Teile von gentechnisch veränderten Organismen.

Auch die Rohstofflieferanten der Molkereien verwenden keine gentechnischen Verfahren und Organismen:

- Rohstofflieferanten garantieren, daß sie keine gentechnischen Verfahren und keine gentechnisch veränderten Organismen in der Produktion einsetzen.

Wir verwenden keine kennzeichnungspflichtigen Rohstoffe laut EU in den Molkereien:

- Unsere Rohstofflieferanten garantieren, daß ihre Produkte gemäß EU-Novel-Food-Verordnung nicht kennzeichnungspflichtig sind

Beispiele:
* gentechnikfrei-Garantie der Vor-Lieferanten für Fructose (Enzyme) * gentechnikfrei-Garantie der Vor-Lieferanten für Vitamine (Fermentation).

- Wir schließen gentechnikverdächtige Stoffe (fehlende Garantie) aus Rezepturen aus.

Beispiele:
* Ausschluß von Aromen, für die keine Garantien vorliegen;
* Ersatz von Glucosesirup durch Saccharose (Enzyme bei Glucosesiruperzeugung);
* Ersatz von Zitronensäure durch Zitronensaft (Fermentation);
* Ersatz von Sojaöl als Lösungsmittel für Käsefarbstoffe durch anderes Pflanzenöl.

Keine gentechnisch veränderten Organismen im Futter der Kühe:

- keine Soja-Futtermittel bei der Milchkuhfütterung.

Wir verpflichten die Rohstofflieferanten zur Information über Änderungen:

- Die Lieferanten der Molkereien garantieren, Änderungen im Gentechnik-Status ihrer Produkte umgehend schriftlich an Berglandmilch zu melden.

Wir informieren uns über neue Entwicklungen:

- Die Linie der bei der EU in Brüssel zum Import in die EU angemeldeten Freisetzungen von gentechnisch veränderten Organismen wird regelmäßig angefordert und durchgearbeitet.

Wir besprechen das Thema laufend mit unseren Lieferanten:

- Wir informieren unsere Lieferanten über die gewonnenen Erkenntnisse.

- Wir nutzen die Informationen unserer Lieferanten zur Weiterentwicklung unserer Initiative zur Vermeidung der Gentechnik und überarbeiten die Rezepturen und Prüfmethoden entsprechend.

Wir informieren die Öffentlichkeit über unsere Aktivitäten:

- Die Definition der "Gentechnik-Freiheit" stimmen wir mit Umweltorganisationen wie Greenpeace ab.

Wir lassen die Futtermittel unserer Bauern extern überprüfen.

Wir untersuchen die Hauptrohstoffe unserer Produktion in den Molkereien stichprobenartig:

- Käsereilab-Untersuchung bei Lab-Lieferanten;

- augewählte Zusätze werden auf Spuren von gentechnisch verändertem Soja untersucht (z.B. Kakaopulver auf Sojalecithin, Starter-Kultur-Nährmedien auf Sojaprotein).

Für Milchkühe setzen wir ausschließlich sojafreie Futtermittel ein:

- Durch die Soja-Freiheit ist vorerst eine Gentechnik-Freiheit gegeben.

Resümee:

Nach unserem derzeitigen Wissensstand verzichten wir auf den Einsatz der Gentechnologie. Diese Politik werden wir auch in Hinkunft konsequent fortsetzen.

Rückfragen & Kontakt:

Strategische Kommunikation
Dr. Christoph Bruckner
Tel.: 71 6 81 91

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