Ukrainische Hundemafia bedroht Tierschützer

Tierhilfswerk-Mitarbeiter unter Polizeischutz gestellt

Wien (OTS) - Vergangenes Wochenende brach der erste Hilfskonvoi
des Tierhilfswerk Austria (THWA) sowie des Deutschen Tierhilfswerk (DTHW) nach Kiew, in die Ukraine, auf. Ziel war die Errichung eines Heims für Streunerhunde. Nachdem der Konvoi zuerst durch Schneestürme verzögert worden war, sahen sich mitfahrende Tierschützer und Veterinäre Morddrohungen der Hundemafia ausgesetzt. Daraufhin ließ der Polizeipräsident der Ukraine den gesamten Hilfskonvoi unter bewaffneten Polizeischutz stellen.

Vor wenigen Wochen war es den Tierhilfswerken in gemeinsamer Anstrengung gelungen, die ukrainischen Behörden zur Schließung des berüchtigten Hundeschlachthofs Budka zu bewegen. Das Areal wurde der Partnerorganisation in Kiew, S.O.S. Animalis, als Basis für ein neu zu errichtendes Tierheim übergeben. Mit dem Ende der Budka ging auch der schwunghafte Handel mit Hundefellen vorerst zu Ende. Ein ganzes Schattengewerbe erlitt dadurch einen schweren Schlag.

Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Nach Vermutungen ukrainischer Tierschützer steckt die bisher am Fellhandel verdienende Hundemafia hinter den Morddrohungen. Die Behörden werten diese als durchaus ernstgemeint. Wir werden dennoch mit der Installation des Streunerheimes fortfahren."

Manfred Hees, Sprecher des DTHW: "Weiters muß befürchtet werden, daß dieselben kriminellen Gruppen wieder mit illegalen Hundefängern begonnen haben, um den Fellhandel neu zu beleben."

General Budnikow, Polizeipräsident der Ukraine, sprach den Tierhilfswerken für die Bereitstellung von Medikamenten, eines Operationsmobils sowie von finanziellen Mitteln großen Dank aus. Er kündigte ferner an, die Tierschützer dabei zu unterstützen, "daß die Ukraine von der Schande der Hundemafia befreit werde".

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THWA
Mag. Alexander Willer
Tel.: 22964-15
vor Ort: Manfred Hees, Christian Janatsch
Tel.: 0038-044-2942022

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