Lemler: Agrareinkommen um 12 Prozent höher als vor EU-Beitritt

Handel beharrt auf Steuergerechtigkeit

Wien (PWK) - "Es ist völlig verständlich und sicher nicht zufällig, daß in der jetzigen Debatte um Steuerprivilegien der Landwirtschaft Bauernvertreter nun geballt versuchen, die Einkommenssituation im Agrarsektor in den düstersten Farben zu schildern", kommentiert Erich Lemler, Bundessektionsobmann des Handels, Klagen darüber, daß 1996 die Einkommen aus der Land- und Forstwirtschaft um ca. 10 Prozent gefallen sind. ****

Lemler gibt zu bedenken, daß die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft nach wie vor um rund 12 Prozent höher sind als vor dem EU-Beitritt. So stiegen nach einem guten Jahr 1994 die Agrareinkommen je Familienarbeitskraft im Jahr 1995 um 22 Prozent auf 175.871 Schilling. Zugleich sei der Bauernstand nach wie vor die höchstgeförderte Berufsgruppe in Österreich. Für rund 250.000 Haupt-und Nebenerwerbsbetriebe in der Landwirtschaft würden heuer über 20 Milliarden Schilling an staatlicher Hilfe ausgeschüttet. Und zu den Klagen über die Mehrwertsteuerlast der Bauern stellte Lemler fest:
"Damit sollen offenkundig neue Steuerausnahmen herbeigeführt werden. Was hindert die Bauern daran, die einbehaltene Umsatzsteuer an den Fiskus abzuliefern, aber im Gegenzug - wie jeder andere Wirtschaftstreibende - den Vorsteuerabzug für Betriebsausgaben geltend zu machen."

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