Rezept gegen Raser: Der Punkteführerschein

Hauptunfallursache Nr. 1: Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit!

Wien (OTS) - Angesichts der Unfallbilanz der Vorwoche weist das Kuratorium für Verkehrssicherheit erneut auf die Notwendigkeit des Punkteführerscheins hin. Bei 4 von 12 Verkehrsunfällen war überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache. Das KfV: "Notorische Raser müssen kuriert werden".

Die häufigste Unfallursache der PKW-Fahrer war überhöhte Geschwindigkeit. Die Fachleute des KfV prognostizieren jährlich eine Reduktion zwischen 2 und 5 Prozent der Getöteten im Straßenverkehr, wenn die neue Maßnahme "Punkteführerschein" in Kraft tritt. Da verkehrsauffällige Kraftfahrer überdurchschnittlich häufig an Unfällen beteiligt sind, sollen zukünftig in Österreich vor allem schwere und unfallkausale Delikte, wie etwa exzessive Tempoüberschreitungen , in einer "Negativdatei" gespeichert und zusammengeführt werden.

Verbunden damit werden mittels eines "Punkteführerscheins" je nach Schwere der Delikte 1-4 Punkte vergeben, die letztlich, wenn der Kfz-Lenker nichts dagegen unternimmt und weitere schwere Delikte setzt, zum befristeten Entzug der Lenkerberechtigung führen können. Nach Erfahrungswerten aus dem Ausland und aufgrund der erwarteten präventiven Wirkung wird dies allerdings nur weniger als 0,1 Prozent der Führerscheinbesitzer treffen.

Insgesamt starben in der Woche vom 1. bis 6. April auf Österreichs Straßen 14 Verkehrsteilnehmer, 4 der schweren Unfälle ereigneten sich wegen überhöhter Geschwindigkeit. Weitere Unfallursachen waren Überholen (3), Vorrangverletzung (2), Unachtsamkeit (1) und Sonstiges (4).

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0069).

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