Elektroindustrie für Roadpricing gerüstet

Wolfsberger: "Wir sind technisch und organisatorisch in der Lage, solche Großprojekte abzuwickeln"

Wien (PWK) - "Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie beherrscht sowohl die Technologie der elektronischen Bemautung, als auch die Abwicklung derartiger Großprojekte", kommentiert Walter Wolfsberger, Vorsteher des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), die heftige Diskussion über die Einführung eines elektronischen Systems zur Einhebung fahrtleistungsabhängiger Straßenbenutzungsgebühren, besser bekannt als "Roadpricing". ****

Wolfsberger kritisierte in diesem Zusammenhang, daß die heimische Elektro- und Elektronikindustrie in die mehrjährigen Vorarbeiten in Österreich bisher kaum eingebunden wurde, wodurch das in der Industrie vorhandene Know-how nur wenig genützt werden konnte. "In anderen Ländern wie z.B. Deutschland oder Holland wird die Industrie sehr wohl aktiv in die Vorarbeiten einbezogen", so Wolfsberger.

Ähnlich wie bei GSM-Mobiltelefonen verfügen elektronische Bemautungssysteme bereits über eine einheitliche Funkschnittstelle. Die Betreiber könnten daher unter einer Vielzahl von Systemlieferanten wählen. Bei einer europaweiten Einführung benötigen die Autofahrer lediglich ein Bordgerät. Die Investitionskosten für ein gesamtösterreichisches System liegen bei den einfachsten Systemanforderungen bei etwa 3 Milliarden öS ("Offenes Szenario"). Die Errichtung würde nach dem Zuschlag etwa 1 « Jahre dauern. Für das Vergabeverfahren, einschließlich der Vorbereitung, wäre zusätzlich mit mindestens sechs Monaten rechnen.

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Elektronikindustrie (FEEI)
Dr. Heinz Raschka
Tel: 58839-0

Fachverband der Elektro- und

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