In WDR-TV-Sendung "Gesucht wird ..." wurden pathologische Lügner vermarktet

"Bewußte Fälschungen wie bei Hitler-Tagebüchern"

München/Köln (OTS) - Die Scientology Kirche Deutschland e. V. (Sitz München) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Westdeutschen Rundfunk in Köln und den Fernsehjournalisten Egmont Koch. In der gestern Abend im ARD ausgestrahlten Fernsehsendung "Gesucht wird ..." hatte Koch einen 30jährigen Amerikaner namens Garry Scarff als Kronzeugen präsentiert. Was Koch und der WDR trotz zuvor bekannter Fakten verschwiegen ist die Tatsache, daß sie den deutschen Fernsehzuschauern einen "pathologischen Lügner" auftischten. Scientology bezichtigt deshalb den WDR und Koch gezielter Manipulation der Öffentlichkeit und skandalöser Fälschungen, ähnlich wie bei den Hitlertagebüchern.

Ihre Vorwürfe gegen den WDR und Koch können die Scientologen mit handfesten Beweisen belegen: Aus Profitgründen erfand Scarff bereits in den 80er Jahren eine durch und durch erlogene "Story" im Zusammenhang mit der Jonestown Tragödie 1978. Sein Vater, seine Lebenspartnerin und sein kleines Kind seien in Jonestown ums Leben gekommen, behauptete Scarff bei Vorträgen und in den Medien. Der Sektenführer Jim Jones hätte von ihm vor versammelter Gemeinde Oralsex und die Teilnahme an Pornofilmen gefordert.

Peinlich an der Geschichte des WDR-Koch "Kronzeugen": Sein Vater ist am Leben, die Lebenspartnerin, sein kleines Kind und die Sexgeschichten waren von Scarff frei erfunden. Selbst seine früheren Förderer von der inzwischen bankrotten amerikanischen Anti-Sektengruppe "Cult Awarness Network" (CAN) distanzierten sich von Garry Scarff und bezeichneten ihn vor Gericht als "zwanghaften Lügner". Der Aids-kranke Scarff erwies sich als extrem vielseitig: Im April 95 drohte er einem Priester in Orlando mit einer Klage und verlangte 250.000 Dollar Schadenersatz, weil ihn der Priester angeblich sexuell mißbraucht hätte. Bereits am 11. Februar wurden die WDR-Chefredaktion und Koch von der Scientology Kirche mit Dokumenten über den pathologischen Erfindungsreichtum Scarffs eingehend informiert.

Trotz dieser bekannten Fakten durfte Scarff in der Koch-WDR-Sendung wie ein Schauspieler Tränen vergießen und auf Kosten der deutschen Gebührenzahler inszenierte Szenen als Scientologykenner und -aussteiger spielen. Peinlich: Scarff war niemals Scientology-Mitglied. Noch peinlicher für den WDR und Koch: Am 18. März schrieb Scarff von sich aus einem amerikanischen Scientology-Anwalt über seine Interviews mit Koch: "Die meisten von meinen Bemerkungen waren Lügen ...".

Sabine Weber, Sprecherin der Scientology Kirche Deutschland:
"Persönlich habe ich den WDR und Koch wiederholt eingeladen, Interviews und Fakten angeboten. Trotz Zusagen seitens des WDR wurde davon kein Gebraucht gemacht, sonst wäre Kochs Lügengebäude schon vorher in sich zusammengebrochen. Jetzt sind unsere Anwälte am Zug. Die Diskriminierung von Scientology in Deutschland war erst kürzlich Gegenstand im Menschenrechtsbericht des amerikanischen Außenministeriums und in einem Offenen Brief von über 30 prominenten Künstlern an Bundeskanzler Kohl. Die WDR-Sendung von Koch war nichts weiter als ein durchsichtiger Versuch, die Diskriminierungspolitik einiger amtskirchennaher Politiker zu rechtfertigen und dazu ist offensichtlich Manipulation und die skrupellose Vermarktung haarsträubender Verleumdungen das Mittel, das den Zweck heiligt."

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