LÄNDLICHER RAUM ALS MODELL ZUR SCHAFFUNG VON ARBEITSPLÄTZEN Kommissar Fischler beim ORF-Symposium zur Zukunft der Arbeit

EU-Kommissar Dr Franz Fischler betonte anläßlich seines Schlußvortrages beim ORF-Symposium zur Zukunft der Arbeit das große Beschäftigungspotential des ländlichen Raumes. "Es geht aber in keiner Weise nur darum, die traditionelle Beschäftigungspalette zu erhalten. Das hieße nämlich, den ländlichen Raum in ein Museum zu verwandeln.ö Vielmehr gelte es, neue dynamische Arbeitsplätze zu schaffen, und die neuen Kommunikationstechnologien dafür nutzbar zu machen, weil die Distanzen keine Rolle mehr spielten. Auch die zunehmende Verkürzung der Arbeitszeit erleichtere die Schaffung von Arbeitsplätzen am Land, weil so immer mehr Menschen zumindest teilweise dort leben wollten. Fischler unterstrich, daß die EU diese Entwicklungen über Instrumente wie die Strukturfonds, das LEADER-Programm, die 5b-Programme oder auch die Deregulierungsbemühungen im Telekom-Bereich vehement unterstütze.

Die EU sei in Zeiten der steigenden Arbeitslosigkeit gefordert, so Fischler weiter. Die Kommission komme dieser Verantwortung mit dem "Vertrauenspakt für die Beschäftigungö nach, weil durch Initiativen wie die Einführung des Euro, eine optimalere Nutzung des Binnenmarkts oder die Optimierung des Arbeitsmarktes Beschäftigung geschaffen wurde. Fischler betonte, daß allein das EU-Binnenmarktprogramm über 900.000 Arbeitsplätze geschaffen habe, gar nicht zu sprechen von den positiven Beschäftigungswirkungen der Förderprogramme im Rahmen der Strukturfonds, die im Zeitraum von 1994-1999 rund 2,4 Millionen Arbeitsplätze erhalten würden. Weiters wies er auf die Notwendigkeit hin, den Faktor Arbeit durch einen Umbau des Steuersystems zu verbilligen: Der jüngste Richtlinienvorschlag der Kommission gehe in diese Richtung.

Der Schlüsselfaktor zur Schaffung von Arbeitsplätzen sei "gute, ja beste Bildungspolitikö, die lebenslanges Lernen ebenso beinhalten müsse wie das Wissen um das Wie und Warum der Veränderungen, in denen wir lebten. "Warum können wir uns in der EU nicht das Ziel stecken, die Region mit der weltbesten Ausbildung zu sein?ö, so Fischlers rhetorische Frage.

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