Wirtschaftsbeziehungen mit Bolivien sind ausbaufähig

Minister Quiroga trifft WKÖ-Vizepräsidentin Tichy-Schreder Österreichische Firmen an Kraftwerksbauten interessiert

Wien (PWK) - Boliviens Außenminister Antonio Aranibar Quiroga trifft heute im Rahmen seines offiziellen Österreich-Besuches mit der Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Ingrid Tichy-Schreder, zusammen, um Möglichkeiten der Ausweitung der österreichisch-bolivianischen Wirtschaftsbeziehungen zu besprechen. Vor österreichischen Unternehmern wird der Außenminister einen Vortrag über Investitionsmöglichkeiten in Bolivien halten. ****

Bolivien hat im Vorjahr eindrucksvolle wirtschaftliche Ergebnisse erzielt, teilt der für Bolivien zuständige österreichische Handelsdelegierte Josef Hofer (Santiago de Chile) mit. Die bolivianische Wirtschaft wuchs im Vergleich zu 1995 um vier Prozent, die Inflationsrate war mit acht Prozent eine der niedrigsten Lateinamerikas, die Währungsreserven stiegen auf rund 12 Milliarden Schilling an. Dank einer Wirtschaftspolitik, die konsequent auf die Förderung des privaten Unternehmertums ausgerichtet ist, verfügt Bolivien heute (nach Costa Rica) über die freieste Wirtschaft im gesamten lateinamerikanischen Raum. Die kürzlich erfolgte Assoziierung mit der südamerikanischen Freihandelszone Mercosur erleichtert der bolivianischen Industrie den Zugang zu den wichtigen Märkten Brasilien, Argentininen, Paraguay, Uruguay und Chile und schafft zusätzliche Wachstumsimpulse.

Österreichs Exporte nach Bolivien sind im ersten Halbjahr 1996 um mehr als 20 Prozent auf 15 Millionen Schilling angestiegen, meldet Hofer. Wichtigste Ausfuhrgüter sind Papier und Pappe, pharmazeutische Erzeugnisse, Maschinen und Baumaterial aus keramischen Stoffen. Die Einfuhren aus Bolivien (Kaffee, Zinn, in geringem Umfang Bekleidung) verringerten sich im ersten Halbjahr 1996 um rund ein Drittel auf knapp 18 Mio Schilling.

Derzeit haben rund 40 österreichische Firmen eine regelmäßige Vertretung in Bolivien. Ein von einem österreichisch-bolivianischen Joint-Venture errichtetes Kraftwerk soll Mitte 1998 in Betrieb gehen.

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Dr. Walter Höfle

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