Gewerbeverein: Gewerkschaften killen Arbeitsplätze, Sozialpartner schauen dabei zu.

Wien (OTS) - Die Schließung der Pharmaforschung von Nycomed in
Linz ist nur ein Symptom, wie der Gewerkschaftsstaat Österreich systematisch High-Tech-Arbeitsplätze vernichtet. Die unendliche Diskussion um die Gentechnik ist da nur noch ein additiver Faktor.

Der Staat kann noch soviele Forschungsmilliarden mobilisieren:
Wenn der Standort Österreich soviele Nachteile aufweist, wird man vielleicht die Geschenke annehmen, aber sicher nicht nachhaltig hochwertige Arbeitsplätze schaffen.

Seibersdorf-Chef Univ. Prof. Leberl hat erst vor kurzem den als gewerkschaftliches Bollwerk einzementierten Biennalsprung für sein Institut als kontraproduktiv kritisiert: 1990-1995 ist der Verbraucherpreisindex in Österreich um 23 Prozent gestiegen, die Personalkosten in Seibersdorf aber wegen der Biennalsprünge um 57 Prozent. Diese Drift löst Verwunderung aus.

Diese Schere kann sich kein Unternehmen - nicht einmal ein Pharmamulti - leisten: Dementsprechend führten auch die Biennalsprünge in der österreichischen Nycomed-Forschung mit zur Einstellung deren wissenschaftlicher Aktivitäten.

Wenn Linz im Vergleich zum Wirtschaftsparadies Norwegen im personellen Mittelbau um zwanzig Prozent zu teuer ist, dann müßten bei den Sozialpartnern die Alarmglocken läuten. Die heilige Kuh "Biennalsprung", den ja nur ein Teil der Arbeitnehmer als Privileg genießt, ist zu schlachten. Der Wirtschaftskammer sei angeraten, den Biennalsprung nicht immer nur zu bejammern, sondern etwas dagegen zu tun - bevor es zu spät ist.

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