OSTERBILANZ 1997

STARKE ZUNAHME DER UNFALLZAHLEN ! Unfall- und Opferzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen - Blockade des Verkehrssicherheitspakets aufgeben ! - Auch die Verkehrsüberwachung muß weiter optimiert werden

Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit appelliert an die Politiker: Es ist höchste Zeit zu handeln! Ostern 1997 waren deutlich mehr Unfallopfer als im Vorjahr zu beklagen. Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden hat drastisch zugenommen. Die Zahl der Toten in der Osterwoche (24. März bis 31. März) ist zwar rückläufig, nach vorläufigen Zahlen kamen heuer 18 Menschen ums Leben, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 24. Die Zahl der Toten am Osterwochenende stieg von 9 im Vorjahr auf 10. Die Zahl

der Unfälle mit Personenschaden am Osterwochenende ist jedoch von 290 im Jahr 1996 um 17,2 % auf 340 gestiegen. Die Zahl der Verletzten stieg um 17 % von 405 auf 474.

Hauptunfallursachen waren nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (10), Vorrangverletzung (2), Überholen (1), Alkohol war bei einem tödlichen Unfall Mitursache.

Die Zahl der Anzeigen von mehr als 46.500 im Jahr 96 auf rund 32.000 gesunken, die Zahl der Führerscheinabnahmen ist von 476 auf 334 zurückgegangen. Auch die Zahl der Alkotests hat sich von 1283 auf 1127 rückläufig entwickelt. Diese Zahlen können wohl kau m größerer Disziplin am Steuer zugeordnet werden, dazu ist der Widerspruch zu den gestiegenen Opfer- und Unfallzahlen zu groß.

Angesichts dieser negativen vorläufigen Oster-Unfallbilanz wiederholt das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Forderung, das vorliegende Verkehrssicherheits-Paket rasch zu beschließen und appelliert an jene politischen Kräfte, die das Paket blockieren, ihren Widerstand im Sinne der Verkehrssicherheit aufzugeben. Der positive Trend des Vorjahres bei den Unfall- und Opferzahlen im Straßenverkehr droht sich in das Gegenteil zu verwandeln. Die Opferzahlen sind wieder, wie auch das Osterwochenende beweist, i m Steigen begriffen, die verstärkte Überwachung der vorhandenen Gesetze allein reicht offensichtlich nicht aus, eine grundlegende Änderung des Fahrverhaltens bei einem Teil der Autofahrer zu bewirken.

Die im seit geraumer Zeit beschlußreif vorliegenden Gesetzespaket zur Hebung der Verkehrssicherheit abgestimmten Regulative "Punkteführerschein und Negativkartei", Fahren mit Licht am Tag" und "0,5 Promille Grenze" sind zusätzlich zu verstärkten Überwachu ngsmaßnahmen dringend notwendig, um die drohende Trendwende in der Unfallstatistik zu verhindern.

"Jeden Tag einen Toten weniger" sollte nach wie vor das angestrebte Ziel sein.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0077).

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Herbert Koczera

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