Apothekengesetz und Bedarfsregelung sichern Nahversorgung

Friedrich Hoyer zum Präsidenten der NÖ-Apotheker wiedergewählt

Wien (OTS) - Zum Präsidenten der Niederösterreichischen Apotheker und Apothekerinnen wurde Mag. pharm Friedrich Hoyer wiedergewählt. Hoyer ist selbständiger Apotheker in St. Valentin. Zum Vizepräsidenten wurde Mag. pharm Hans Jörg Rudel, angestellter Apotheker in Wr. Neustadt, gewählt.

Hoyer nahm zur Forderung des Verwaltungsgerichtshofes, die Bedarfsprüfung für Apotheken abzuschaffen, Stellung: "Wird vom Gesetzgeber dieser Forderung nachgegeben, führt das dazu, daß überall dort Apotheken entstünden, wo umsatzstarke Geschäfte zu erwarten sind, und nicht, wie derzeit dort, wo die Bevölkerung lebt. Eine freie Niederlassung schwächt die Nahversorgung, was vor allem für ältere und kranke Menschen zu Problemen führen würde", sagt Hoyer. Er verweist dabei auf Deutschland, wo es, als einzigem Land in der EU, eine Niederlassungsfreiheit für Apotheker gibt. Als Folge davon, gibt es dort in dünner besiedelten Gebieten immer weniger Apotheken. Für Niederösterreich würde das bedeuten, daß kleinere Orte ihre Apotheken verlieren würden. Fast alle übrigen Mitgliedsstaaten der EU regeln die Apothekenniederlassung in einer ähnliche Form wie Österreich.

Wie Hoyer betont, haben sich, sofort nach der Forderung des Verwaltungsgerichtshofes, die Gesundheitssprecher von SPÖ, ÖVP und FPÖ für die Beibehaltung der derzeitigen Regelung ausgesprochen. "Die Politiker wissen aus Erfahrung um den Wert einer funktionierenden Nahversorgung. Die Nahversorgung, die es in anderen Bereichen, z.B. Lebensmittel, schon nicht mehr gibt - Stichwort "Einkaufzentren" auf der grünen Wiese - soll bei der Medikamentenversorgung auch künftig sichergestellt sein," bekräftigt Hoyer.

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