Scharfe Greenpeace-Kritik an Gentechnik-Verharmlosung durch Industriellen-Vereinigung

Wien (OTS) - Fahrlässige Vermischung von Gentech-Landwirtschaft und Medizin ist in höchstem Maß abzulehnen=

Als "unakzeptable Verharmlosung der Gentech-Gefahren"
bezeichnete Greenpeace heute die Aussagen von Industriellen-General Fritz. "Niemand wundert sich, daß die Gentech-Firma 'Biochemie Kundl' die neue Technologie in den Himmel hebt", meinte Greenpeace-Sprecher Wolfgang Pekny zur Pressekonferenz der Industriellen-Vereinigung. "Daß aber die Industrie selbst eine derart unkritische Position einnimmt, ist unakzeptabel. Dieser Haltung kann nur fahrlässige Uninformiertheit oder vorsätzliche Irreführungs-Taktik zugrunde liegen", so Pekny.

Greenpeace stellt einmal mehr klar: Das Volksbegehren richtet sich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft und im Essen, nicht aber gegen medizinische Anwendungen. Das Ränkespiel der Industrie, beides in einen Topf zu werfen und den Gentech-Kritikern Forschungs-Feindlichkeit vorzuwerfen, war zu erwarten, ist aber aufs schärfste zu kritisieren, so die Umweltorganisation in einer Aussendung.

Offensichtlich gehen der Gentech-Industrie bereits die Argumente aus, weshalb sie jetzt die Verwirrspiel-Taktik beginnt. Die Industriellen-Vereinigung übernimmt ungeprüft alle gängigen Verharmlosungs-Parolen der Gentech-Industrie und erfindet angebliche Vorteile für Umweltschutz und Landwirtschaft dazu. "Von einer Organisation, die in der Atomkraft-Debatte bis zuletzt von 'vertretbaren Risiken' gesprochen hat, ist offenkundig nicht zu erwarten, daß sie die neuartigen Gefahren der Gentechnik begreift", faßte Greenpeace-Sprecher Pekny seine Kritik zusammen.

Weitere Informationen: Matthias Schickhofer, Wolfgang Pekny;

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