Greenpeace und Global 2000: Lügen über Gentech-Arbeitsplätze haben kurze Beine Umweltschützer-Protest vor den Toren der Industriellen-Vereinigung

Wien (OTS) - Vor den Toren der Industriellen-Vereinigung am Wiener Schwarzenbergplatz demonstrierten heute früh Aktivisten der Umweltschutz-Organisationen Greenpeace und Global 2000: Mit ihrem Protest setzen sich die Umweltschützer gegen die Arbeitsplatz-"Lügen" zur Wehr, die Vertreter der Gentech-Industrie im Rahmen einer Pressekonferenz im Inneren des Gebäudes verbreiten. Greenpeace und Global 2000 fordern die Industriellen-Vereinigung auf, sich lieber für gesunde, gentech-freie Nahrung stark zu machen, statt den Märchen der Gentech-Lobby aufzusitzen.

Mit "kurzen" Beinen, Lügen-Nasen und Tafeln mit den Aufschriften "Gentechnik sichert Arbeitsplätze", "Gentechnik-Essen ist gesund" sowie "Gentechnik ist sicher" legten die Umwelt-Aktivisten gängige Irreführungen der Gentech-Industrie bloß. "Österreich darf sich nicht von der Gentech-Lobby erpressen lassen, sondern muß vielmehr seinen Bio-Marktvorteil nutzen", appelliert Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer in Richtung Industriellen-Vereinigung. Ulli Sima von Global 2000 schließt sich der Kritik an: "Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln ist eine Sackgasse und wird aufgrund ungeklärter ökologischer und gesundheitlicher Risiken von einer überwältigenden Mehrheit der heimischen Bevölkerung kategorisch abgelehnt."

Das Negativ-Beispiel USA zeigt vor, wo die Intensiv-Landwirtschaft mit Chemie und Gentechnik endet: Sind in Österreich noch rund sechs Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, leben in den Vereinigten Staaten nur mehr 0,7 Prozent der Gesamtbevölkerung davon. 82 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion wird in den USA gar nur mehr von 0,13 Prozent der Bewohner erbracht: Das sind bei einer Gesamt-Einwohnerzahl von 260 Millionen Menschen gerade noch 330.000.

Sollten amerikanischen Verhältnisse für die heimische Landwirtschaft bestimmend werden - und dies scheint der Wunsch der Gentech-Konzerne zu sein - würde das die Existenz-Grundlage von 300.000 Österreichern gefährden, die im landwirtschaftlichen Bereich beschäftigt sind. Die Arbeitsplatz-Effekte durch die Gentechnik sind dagegen bestenfalls minimal, erklärt der Grazer Ökonom Univ.-Prof. Dr. Stefan Schleicher: "Positive Arbeitsplatz-Effekte lassen sich am ehesten mit nachhaltigem Wirtschaften erzielen. Und Österreich hat im EU-Vergleich eine der günstigsten Ausgangs-Positionen, die Marktnische 'nachhaltige Produktion' effektvoll auszunützen."

Weitere Informationen: Ulli Sima, Global 2000;

Tel. vor Ort: 0664/1316699
Lothar Lockl, Global 2000; Tel.: 01/8125730-37 oder 0664/3086547 Matthias Schickhofer, Greenpeace Österreich; Tel. vor Ort:
0664/3386503 Attila Cerman, Greenpeace Österreich; Tel.:
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