Gewerbeordnungsnovelle: ADEG warnt vor Folgen

Wien (OTS) - Seit Bekanntwerden der Inhalte der Gewerbeordnungsnovelle laufen in der Wiener ADEG Zentrale die Telefone heiß: Stein des Anstoßes, der viele der rund 1.200 ADEG-Kaufleute auf die Barrikaden treibt, ist jener Gesetzestext, der Bauern mit einem Schlag zum privilegierten Händler macht. Sollte die Novelle in dieser Fassung Rechtskraft erlangen, wird die ADEG die neue Situation mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen.

"Es geht jetzt nicht mehr um die Zuerkennung von einzelnen Nebenrechten" so Mag. Erwin Wichtl, Mitglied des Vorstandes der ADEG Österreich AG, "sondern um die Frage, wie der Lebensmitteleinzelhandel in Zukunft behandelt wird. Es geht um gleiches Recht!"

Konkret fordert die ADEG - nicht zuletzt auch im Interesse der Konsumenten - für alle, gleich wo und unter welchem Titel sie Lebensmittel feilbieten, absolute Gleichbehandlung in Sachen Hygienebestimmungen, Kennzeichnung, Arbeitsruhebestimmungen und Öffnungszeiten. Vor allem aber die in der Novelle skizzierte steuerliche Besserstellung für Ab-Hof-Verkäufe stelle eine krasse Wettbewerbsverzerrung dar und gefährdet die Existenz von Nahversorgern.

"Es kann nicht hingenommen werden, daß zwei Unternehmertypen -einer der Steuer zahlen muß und einer der weitestgehend befreit ist, einer der Lebensmittelrechtlichen Bestimmungen unterliegt und einer der die Bestimmungen mißachten darf, etc. - im Wettbewerb liegen. Wir behalten uns audrücklich alle Schritte, politische, wirtschaftliche und rechtliche, vor. Es geht ums Überleben von ADEG-Kaufleuten", stellt Mag. Erwin Wichtl fest.

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Mag. Erwin Wichtl
Mitglied des Vorstandes der ADEG Österreich AG
Tel.: 05574/607-0

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