Gottes vergessene Kinder

"Fließbandproduktion genetisch manipulierter Tiere"

Wien (OTS) - Das Erscheinen des geklonten Schafes "Dolly" löste zahlreiche Kontroversen aus. Forderungen nach einem Verbot bezüglich der Anwendung dieser neuen Technologie am Menschen werden laut - doch auf die Tiere hat man in diesen Diskussionen völlig vergessen!

Die Europäische Union reagierte im Zuge der Diskussion über das Klonen prompt mit einer, allerdings rechtlich nicht bindenden Resolution, in der ein Verbot des Klonens von Menschen gefordert wird sowie der Einsatz einer Ethik-Kommission und strengste Kontrollen in der Forschung. Auf das Tier wird dabei allerdings völlig vergessen, genauso wie auf eine patentrechtliche Regelung für die geklonten Gene.

Das Klonen von Tieren wird vom Tierhilfswerk Austria als entscheidender Schritt hin zur Massentierhaltung angesehen, welcher alle Bemühungen seitens der Tierschützer und diverser politischer Fraktionen hinsichtlich alternativer Tierhaltung zunichte macht. Es sieht das Klonen von Menschen und Tieren als Verletzung des Rechtes auf Einzigartigkeit von Mensch und Tier an sowie als einen nicht zu verantwortenden Eingriff in die Schöpfung.

Deshalb fordert das Tierhilfswerk Austria den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr, Herrn Dr. Caspar Einem, und die Bundesministerin für Konsumentenschutz und Frauen, Frau Dr. Barbara Prammer, auf, sich sowohl für ein Verbot des Klonens von Menschen als auch für ein Verbot des Klonens von Tieren einzusetzen und für eine entsprechende Verankerung im Tierversuchsgesetz und Gentechnikgesetz Sorge zu tragen.

Weiters ersuchte das Tierhilfswerk Austria schriftlich alle Abgeordneten um eine Stellungnahme bezüglich eines Verbotes des Klonens an Mensch und Tier.

Weitere Information bei Monika Zöhrer (Kampagneleitung), Christian Janatsch (Präsident des Vereins)

Rückfragen & Kontakt:

Tierhilfswerk Austria
Tel.: 02243/229 64

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