Greenpeace-Anfrage an Ministerien: Wer finanziert die Gentechnik-Institute?

Greenpeace begrüsst Initiative unabhängiger Wissenschaftler

Wien (OTS) - Mit einer Anfrage an Gesundheits-, Wissenschafts-, Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium versucht Greenpeace österreich heute, Licht ins Dunkel der Finanzierung der verschiedenen Gentechnik-Forschungsinstitute auf den österreichischen Universitäten zu bringen. Bei Recherchen für einen in Kürze veröffentlichten Greenpeace-Report über ,Die Geschäfte der Gentech-Lobby" (wird am 28. 3. präsentiert) haben etliche in der Gentechnik tätige Universitätsinstitute Angaben über ihre privaten Financiers verweigert. Mit der öffentlichen Anfrage will Greenpeace von den zuständigen Ministerien direkt erfahren, welche Geldgeber sich hinter den Gentechnik-Instituten verstecken.

Im Februar wurde von Gentechnik-Forschern die Plattform ,Gentechnik und wir" ins Leben gerufen; sie erhebt den Anspruch, ,unabhängig" über die Gentechnik zu informieren. Die ,Unabhängigkeit" der Mitglieder dieser Plattform wird allerdings von zahlreichen Kennern der Szene angezweifelt: So hat die Plattform z. B. ihr Büro in den Räumlichkeiten der industrienahen und keineswegs unabhängigen ,Gesellschaft österreichischer Chemiker" (GöCH) eingerichtet. Trotz zahlreicher Gerüchte über Finanzierung von ,Gentechnik und wir" durch die Industrie wird die Information über die Drittmittel-Finanzierung der betroffenen Universitätsinstitute unter Verschluss gehalten.

,Greenpeace verlangt die vollständige Offenlegung aller Drittmittel-Finanzierungen der Institute, deren Vorstände in der Plattform "Gentechnik und wir' organisiert sind," schreibt Greenpeace- Sprecher Matthias Schickhofer in einem Brief an die betroffenen Ministerien. ,Wenn die Wissenschaftler der Plattform weiterhin den Anspruch der Unabhängigkeit aufrechterhalten wollen, müssen sie unverzüglich belegen, dass sie keinerlei Gelder von der Gentechnik-Industrie beziehen. Sollte dieser Beweis nicht erbracht werden können, hat die Plattform jegliche Glaubwürdigkeit verloren."

Greenpeace begrüsst die heute vom ,Forum österreichischer Wissenschaftler für Umweltschutz" vorgestellte Initiative ,Gentechnik und wir - ohne uns" als einen längst notwendigen Vorstoss der nicht von der Industrie bezahlten Wissenschaftler.

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