Bruno Gironcoli: Die Ungeborenen

Wien (OTS) - 21. Mai bis 31. August 1997
MAK - Ausstellungshalle (Erdgeschoß) Pressegespräch 20. Mai 1997, 10.30 Uhr
Eröffnung 20. Mai 1997, 20.00 Uhr

Unter dem Titel Die Ungeborenen präsentiert das MAK von 21. bis 31. August 1997 in der Ausstellungshalle Weiskirchnerstraße im Erdgeschoß eine aktuelle Bestandsaufnahme des bildhauerischen Schaffens Bruno Gironcolis den neunziger Jahren.

Bruno Gironcoli zählt heute unbestritten zu den bedeutensten Künstlern Österreichs. Sein künstlerisches Schaffen zeichnet sich durch eine starke Autonomie aus, vergleichbar mit Positionen bekannter Einzelgänger wie Alberto Giacometti, mit dem sich Bruno Gironcoli als junger Künstler intensiv beschäftigte, oder Louise Bourgeois.

Gezeigt werden 18 Skulpturen aus den Jahren von 1990 bis 1997, die sich vor allem mit der Darstellung der menschlichen Figur befassen. Diesen Versuch der Darstellung beschreibt Bruno Gironcoli folgendermaßen: "Ich versuche in Umschreibungen, in Umwegen, in der Psychologisierung der Umwelt das Menschbild zu erfassen...".

Ausgehend von seinen frühen Aktzeichnungen Anfang der sechziger Jahre entwickelte der in Wien lebende Künstler jene reduzierte Rumpfform, die einen Archetyp seines Werks bildet und auch heute noch in seinen jüngsten skulpturalen Formationen - gerade in der Beschäftigung mit dem Mutter-Kind-Thema - eine Rolle spielt.

Seit Mitte der sechziger Jahre entwickelt der Bildhauer eine individuelle Ikonographie für seine Inszenierungen der Mensch-, Ding-und Tierweltkonstellationen, die oft grausam, sadistisch und sexuell gefärbt sind. Bruno Gironcolis raumfüllende Objektassemblagen werden in ihrer Vermischung von Organischem mit Mechanischem, von Vegetabilem mit Abstrakten zu verstörenden und beunruhigenden Werken.

Einen weiteren Aspekt in Bruno Gironcolis künstlerischem Schaffen bildet die Auseinandersetzung mit der formalen Existenz der Dinge. Geometrische Grundformen wie der Kreis, das Viereck oder das Quadrat werden mit trivialen Gegenständen der Alltagswelt kombiniert und so ihrer Symbolhaftigkeit entledigt.

Über die Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Hatje Verlag, Ostfildern (Softcover mit ca. 150 Seiten, ca. 100 Abbildungen sch/w und Farbe) mit Beiträgen von Bettina M. Busse, Donald Kuspit, Peter Noever, Christian Reder, Franz West.

Ergänzend zur Ausstellung im MAK wird der Katalog einen Querschnitt durch das graphische Oeuvre Bruno Gironcolis, großteils unveröffentlichtes Material, enthalten. Die Graphik bildet einen wesentliche Bestandteil in Bruno Gironcolis Werk, da sie unabhängig vom bildhauerischen Schaffen entsteht, aber sich dennoch im Wechselspiel mit diesem befindet.

AusstellungBruno Gironcoli: Die Ungeborenen
Zeit21. Mai bis 31. August 1997
OrtMAK - Ausstellungshalle (Erdgeschoß)

Pressegespräch20. Mai 1997, 10.30 Uhr
Eröffnung20. Mai 1997, 20.00 Uhr

FührungenMai und Juni jeden Samstag um 15.00 Uhr
Juli und August jeden Donnerstag um 17.00 Uhr

GastkuratorBettina M. Busse

ProjektleitungDaniela Zyman

ÖffnungszeitenDi - So 10.00 bis 18.00 Uhr
für Feiertage/MAKDo - 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen
29. Mai 1997 Fronleichnam 10.00 - 21.00 Uhr

15. August 1997 bis Maria Himmelfahrt 10.00 -18.00 uhr

MAK-EintrittöS 90,00
öS 45,00 Ermäßigter Eintritt für Schüler, Studenten, Senioren ab 60, Soldaten, Gruppen
ab 10 Personen
Freier Eintritt für Kinder bis zum 10.
Lebensalter, Mitglieder der Gesellschaft für
Österreichische Kunst, Studenten der
Hochschule für angewandte Kunst, Museumspaß,
Arbeitslose, österreichische Schulklassen

PresseDorothee Apovnik
Tel.: 0043/1/711 36/233
Fax : 0043/1/713 10 26

MAK im Internet
MAK Design-Info-Pool: Tel.: (1) 711 36/305, Fax: (1) 711 36/304 (von 9.00 bis 13.00 Uhr) WWW http://mak-design.tu-graz.ac.at/ e-mail: design@mak.co.at
Informationen zu den aktuellen MAK-Aktivitäten:
http://linux.kem.ac.at

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