Greenpeace und Gastronomie: Wir servieren keine Gentechnik

Wien (OTS)- Greenpeace veröffentlichte heute eine Liste der ersten 50 österreichischen Lokale, die auf Gentechnik in ihrem Betrieb verzichten. Gemeinsam mit der Umweltorganisation erklären die Gastwirte/innen: "Wir servieren keine Gentechnik". Diese Greenpeace-Initiative stellt den ersten Schritt für eine Gentechnik-freie Gastronomie in Österreich dar.

Mit einem gelbroten Aufkleber "Wir servieren keine Gentechnik" an der Lokaltür bekunden die Gastwirte/innen ihre Absicht, nach bestem Wissen und Gewissen keine Gentech-Produkte zu servieren. Unter den an der Greenpeace-Aktion teilnehmenden Betrieben befinden sich u. a. die Restaurants "Steirereck", "Plachutta", "Wrenkh", "Levante" und "Esterhazykeller" in Wien, das Restaurant "Taubenkogel" im Burgenland und die "Unterbergerstuben" in Kitzbühel.

Restaurant-Betreiber und Koch Christian Wrenkh über seine Beweggründe, an der Greenpeace-Aktion teilzunehmen: "Als Koch kann ich meine Gäste nicht bevormunden. Ich bin aber dafür verantwortlich, ihnen nach bestem Wissen und Gewissen gesundes Essen zu ser vieren. Dass ich kein Gentech-Essen auftische, ist für mich also selbstverständlich."

Nicht nur in Österreich werden Gastronomen aktiv: Viele Mitglieder der europäischen Koch vereinigung "Eurotoque" unterstützen eine Resolution gegen Gentech-Nahrung. Der renommierte deutsche Gourmet-Kritiker Wolfram Siebeck fordert sogar: "Nieder mit dem Techno- Frass! Der Konsument hat nichts davon, ausser vielleicht einer Allergie mehr."

Greenpeace wird alle Restaurants und Gaststätten, die sich der Initiative anschliessen, laufend über neue Gentech-Produkte und deren Gefahren sowie über garantiert gentech-freie Lebensmittel-Produzenten und -Händler informieren. Weiters sollen Informationen über mögliche "gentechnische Problemgebiete", so etwa Gentech-Sojahältiges Lecithin in Schokolade, den Köchen helfen, das von ihnen angestrebte Ziel zu erreichen. Stichprobenartige Besuche von Gaststätten sowie Gespräche mit Köchen und Geschäftsführung werden sicherstellen, dass eventuell auftauchende Probleme gelöst werden können.

Greenpeace erhofft sich von der Aktion weitere Impulse in Richtung der Lebensmittel Produzenten und -händler, den Wünschen von "König Kunde" nach gentech-freiem Essen noch stärker nachzukommen. "Gentech-freies Essen, noch vor kurzem eine Selbstverständlichkeit, darf nicht zum Luxusgut werden", betont Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer. "Deshalb wollen wir möglichst alle Gastronomie-Betriebe gewinnen, vom Haubenlokal bis zum liebgewonnenen Beisl ums Eck."

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