Lehrlingspaket ist wertvoller Impuls für das Gewerbe und Handwerk

Achleitner: "Wichtige Punkte sind noch offen" ----- Dramatische Entwicklung beim Pfusch endlich stoppen-----

Wien (PWK) - "Im Lehrlingspaket haben Regierung und Sozialpartner wesentliche Forderungen des Gewerbe und Handwerks, die wir seit langem erhoben haben, berücksichtigt", erklärt Fritz Achleitner, Obmann der Bundessektion Gewerbe und Handwerk, bei einer Pressekonferenz in der Wirtschaftskammer Österreich. Als wertvollen Impuls für die angespannte Lehrlingssituation bezeichnete Achleitner vor allem den Entfall der Dienstgeberbeiträge für Lehrlinge, der eine spürbare Entlastung für die ausbildenden Betriebe bringen wird. ****

"Höchste Zeit" sei es hingegen für die Herabsetzung des Schutzalters für Lehrlinge auf das 18. Lebensjahr gewesen. "Es ist nicht einzusehen, warum Lehrlinge einen stärkeren Schutz brauchen als gleichaltrige Jugendliche, die in keinem Lehrverhältnis stehen", so der Obmann.

Als positives Signal für die Jugendlichen wertete Achleitner auch die Schaffung neuer Lehrberufe, die bisher am Widerstand der Gewerkschaften scheiterte. Jetzt sei es dringend an der Zeit, neue Lehrberufe nicht nur in High-tech-Sparten wie EDV und Telekommunikation, sondern auch im Gesundheits- und Umweltbereich zu schaffen. "Ich hoffe, daß diese ersten positiven Ergebnisse und Ansätze unsere Betriebe in stärkerem Maße motivieren werden, noch mehr Lehrlinge als bisher auszubilden. Sollte dies nicht im gewünschten Maße eintreten, wird man auch über die anderen offenen Punkte unserer Forderungen noch konkreter reden müssen", sagte Achleitner. Konkret nannte der Obmann die garantierte Mindestausbildungszeit in den Betrieben von 30 Stunden pro Woche, eine leichtere Lösung des Lehrverhältnisses und die Verkürzung der Behaltefrist nach Ende der Lehrzeit.

Das Lehrlingspaket biete aber auch die Möglichkeit, in nächster Zukunft über eine Reihe weiterer wichtiger Punkte zu verhandeln. Achleitner nannte in diesem Zusammenhang die Verfahrensvereinfachung bei der Festsetzung der Lehrlingshöchstzahl, eine Neudefinition der Lehrberufsverwandschaften sowie eine Erweiterung gegenseitiger Anerkennungen. Auch im Bereich der Berufsschulen müßten endlich Organisationsformen geschaffen werden, die sich an den Bedürfnissen der Betriebe (z.B. Saisonarbeit) orientieren.

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Dr. Hans Leitner
Tel: 50105-3288Bundessektion Gewerbe und Handwerk

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