Direktmarketer fordern Abschaffung der Anzeigenabgabe

Wien (OTS) - Anläßlich des jährlichen Direct Marketing-Tages "Dicom", der gerade im Kongreß-Casino Baden zu Ende ging, forderte der Österreichische Direct Marketing Verband (DMVÖ) die umgehende Abschaffung der Anzeigen- bzw. Ankündigungsabgabe.

Der Sprecher des DMVÖ-Vorstandes, Ing. Jürgen Menedetter, forderte anläßlich der Kongreßeröffnung die verantwortlichen Politiker auf, einen endgültigen Schlußstrich unter die nicht endende Geschichte dieser anachronistischen Steuer, die es europaweit nur in Österreich gibt, zu setzen.

Erst zu Jahresende 1996 beschloß die Kärtner Landesregierung eine Anzeigenabgabe auf Massensendungen, die in Kärnten in den Verkehr gebracht werden. "Dieses ohne jeglichen Praxisbezug beschlossene Gesetz strotzt inhaltlich vor Unsinnigkeiten und ist überdies in keinster Weise handhabbar", betont der DMVÖ.

Der heurige Directmarketing-Kongreß, der wiederum knapp 400 Teilnehmer umfaßte, beschäftige sich schwerpunktmäßig mit "Direkt Future" und dem Einsatz neuer Medien auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern diskutierten einen Tag lang den Stellenwert von Kundenbindungsprogrammen und der in Österreich nach wie vor zu wenig ausgeprägten Auseinandersetzung mit Kundenloyalität.

Mit einem Jahresaufkommen von mehr als öS 21 Mrd. hat sich das Directmarketing-Volumen in Österreich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt und nimmt rund ein Drittel des gesamten Kommunikationskuchens (öS 20 Mrd. klassische Werbeausgaben, öS 20 Mrd. sonstige Werbemaßnahmen) für sich in Anspruch.

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Ing. Jürgen Menedetter
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