3 Tote durch Alkohol am Steuer

KfV fordert: 0,5 Promille-Grenze darf nicht weiter verhindert

Wien (OTS) - werden! =

Die definitive und schnelle Beschlußfassung über die
0,5 Promille-Grenze im Straßenverkehr fordert vehement das Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts der Unfallbilanz der letzten Woche. Wieder starben drei Menschen durch Alkohol am Steuer auf Österreichs Staßen im Zeitraum vom 3. bis 9. März.

Auch die Zahlen des Vorjahres sollten für sich sprechen: So gab es 1996 österreichweit 2.530 Unfälle mit alkoholisierten Beteiligten, dabei 3.621 Verunglückte und 81 Todesopfer. Das heißt bei jedem 15. Verkehrsunfall mit Personenschaden ist "offiziell" die Droge Alkohol mit im Spiel, jeder 13. Verkehrstote war 1996 ein Opfer des Alkohols im Straßenverkehr, wobei laut Dunkelziffer sogar bei jedem 4. Verkehrstoten Alkohol die Mitschuld trägt.

Das KfV warnt erneut vor Verzögerungen solch wichtiger Maßnahmen wie der 0,5-Promille-Grenze. Beispiele wie die Gurt- und Helmpflicht, der Stufen- oder der Probeführerschein zeigen, wie effizient derartige Sicherheitsreserven zur Unfallsenkung genützt werden können. Die Einführung der 0,5 Promille-Grenze würde vor allem eine positive Veränderung der generellen Einstellung der Lenker zu Alkohol am Steuer, also eine "generalpräventive" Wirkung mit sich bringen.

Daß sich der positive Trend des letzten Jahres ohne weitere Gegenmaßnahmen sehr schnell wieder umkehren könnte, zeigen die Zahlen vom Jänner 1997: Hier ist im Ortsgebiet ein Zuwachs an Unfällen von 38,5 %, d.h. von 13 auf 18 Tote, zu verbuchen.

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