Kritischer Konsum statt Boykott Soziales Engagement beginnt beim Einkauf

Wien (OTS) - Eine internationale Konferenz zum Thema Kinderarbeit
in Amsterdam hat vergangene Woche nüchtern Erschreckendes festgehalten: rund 250 Millionen Buben und Mädchen im Alter von 5 bis 15 Jahren werden weltweit zur Sklaverei und Kinderprostitution gezwungen oder müssen ihre kindliche Arbeitskraft in Bergwerken, Fabriken und Plantagen verkaufen, um einen Beitrag zum Lebensunterhalt ihrer Familien zu bestreiten. Ein Problem der Armut, konzentriert auf die Länder des Südens. Gesucht wurde in Amsterdam nach Gegenstrategien. Kinderschutz-Organisationen haben bisher hauptsächlich zum Boykott aufgerufen. Doch was passiert dann? Die Kinder verlieren ihren Arbeitsplatz, die Familie kann sie aber nicht ernähren. So hat sich die Situation der Kinder oft noch verschlechtert.

TransFair - eine Lösung, an der alle teilnehmen können

Die soziale Initiative TransFair zeigt einen Weg, der in der Praxis funktioniert und bei dem auch die Kinder zu den Gewinnern zählen: Produkte mit dem Sozialgütesiegel von TransFair sind garantiert frei von Kinder-Lohnarbeit. Die Eltern erzielen aus fairem Handel Einkommen, die beides ermöglichen: Brot und Schulbesuch für Ihre Kinder. Der Schlüssel dazu heißt faire Preise für die Produkte der Kleinbauern und faire Löhne für die Arbeiter und Arbeiterinnen auf den Plantagen. Menschen, die für den Schutz der Kinder eintreten, wählen deshalb bewußt Produkte mit dem TransFair-Siegel.

Wachsendes Verbraucherbewußtsein bringt den Erfolg

In über 2000 Geschäften sind schon Produkte mit dem Fairness-Siegel erhältlich, Kaffee, Tee und seit kurzem auch Kakaoprodukte und Schokoladen. 1996 haben sie in Österreich um stolze 17 Prozent zugelegt. Für 1997 erwartet TransFair sogar einen Zuwachs von 20 Prozent. Immer mehr Kinder in Afrika, Asien und Lateinamerika erhalten so eine neue Zukunftsperspektive - dank des verantwortungsbewußten Einkaufs österreichischer Konsumentinnen und Konsumenten.

TransFair kooperiert mitder österreichischer Entwicklungszusamnearbeit im Außenamt.

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