Arbeitslosigkeit sank Ende Februar auf 289.276 Betroffene

Bauarbeitslosigkeit niedriger als im Vorjahr - Handel und Fremdenverkehr stärker von Arbeitslosigkeit betroffen

Wien (OTS) Mit 289.276 Arbeitslosen waren Ende Februar um 12.706 weniger Jobsuchende beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet als im Vormonat. Gegenüber Feburar 1996 ging die Zahl der Arbeitslosen um 4.984 Personen oder 1,7 % zurück. Die nationale Arbeitslosenquote von 8,8 % Ende Februar lag um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote der EU blieb mit 4,1 % gegenüber dem Vormonat unverändert.

Leicht zugenommen hat die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen: Im Februar wurden 18.468 Jobs gemeldet und 14.220 freie Stellen besetzt. Am Stichtag Ende Februar waren beim AMS 16.986 Arbeitsplätze, um 1.709 oder um 11,2 % mehr als im Vormonat, verfügbar. Im Vorjahresvergleich ging die Zahl der offenen Stellen um 2.013 oder 10,6 % zurück.

Gesunken ist die Arbeitslosigkeit in der Baubranche und in Industrie und Gewerbe: Die Zahl der Arbeitslosen im Bauwesen ging gegenüber dem Vormonat um 6.520 Personen und gegenüber dem Vorjahr um 8.253 Jobsuchende oder 9,2 % zurück. Ende Februar waren 81.010 Arbeitslose der Baubranche beim AMS gemeldet. Mit 66.797 Arbeitslosen lag die Zahl der Jobsuchenden aus Industrie und Gewerbe Ende Februar um 3008 Personen unter dem Vormonats- und um 1.818 Betroffene unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Vorjahr sank Arbeitslosigkeit vor allem im Bereich der Metall- und Elektroberufe (minus 1.436). Angestiegen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr in den Dienstleistungsberufen (um 4.925 auf 134.688 Personen): Den größten Arbeitslosenzuwachs verzeichnen die Büroberufe (plus 1.261), Fremdenverkehrsberufe (plus 1.175), Handelsberufe (plus 1.054) und Reinigungsberufe (plus 712).

Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit bei Personen mit niedriger Qualifikation zurück: Die Zahl der Jobsuchenden mit Pflichtschulanschluß sank um 3.499 auf 121.045 Personen, die Zahl der Arbeitslosen mit Lehre um 3.302 auf 119.283 Personen.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr profitierten vor allem Jobsuchende zwischen 19 und 40 Jahren: Am stärksten ging die Arbeitslosigkeit in den Altersgruppen der 25- bis unter 30jähigen (minus 3.677) und der 19- bis 24jährigen (minus 2.017) zurück. Bei den über 55jährigen nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2.492 Personen zu.

Im Großteil der Bundesländer sank die Arbeitslosigkeit Ende Februar unter das Vorjahresniveau: Die absolut stärksten Rückgänge verzeichnete die Steiermark (minus 3.005), Niederösterreich (minus 2.267) und Oberösterreich (minus 1.036). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit in Wien, Vorarlberg, Salzburg und Tirol.

Ende Februar war ein Arbeitsloser rund 118 Tage ohne Beschäftigung: die durchschnittliche Dauer der Jobsuche konnte damit gegenüber dem Vorjahr um einen Tag verkürzt werden.

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