Gründerinnen-Tage in Salzburg ein großer Erfolg

Selbständigkeit von Frauen soll öffentliches Anliegen werden

Wien (OTS) - "Die Schaffung besserer Ausgangssituationen für Gründerinnen ist mir ein zentrales Anliegen", sagte Frauenministerin Barbara Prammer bei den Gründerinnen-Tagen am vergangenen Wochenende im Salzburger Hotel Dorint. Diese österreichweit einzigartige Veranstaltung fand auf Initiative des Vereins "Frau & Arbeit" statt, der seit Februar 1996 im Rahmen des EU-Projektes "Frauen unternehmen was" potentiellen Existenzgründerinnen beim Weg in die Selbständigkeit hilft. 24 Teilnehmerinnen des ersten Projektjahres nutzten die Gründerinnen-Tage und präsentierten den knapp 300 TagungsteilnehmerInnen ihre Geschäftsideen - vorwiegend aus den Bereichen Gesundheit, Dienstleisungen und Kunst.

Abbau frauenspezifischer Gründungshemmnisse

In Österreich ist nur ein Drittel der gewerblichen Betriebe in Frauenhand, und die von Frauen betriebenen Unternehmen sind in der Mehrzahl Klein- und Kleinstbetriebe. Die Zahl der Neugründungen stagniert bzw. ist rückläufig. Prammer sieht den Grund dafür in folgenden frauenspezifischen Gründungshemmnissen: entmutigendes öffentliches Image, fehlendes Startkapital bzw. erschwerter Zugang zu Fremdkapital, fehlendes Know-How und schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aufgabe der Politik sei es, diese Hürden abzubauen, meinten auch Landeshauptmannstellvertreter Gerhard Buchleitner und Vizebürgermeister Heinz Schaden. Erwin Buchinger, Leiter AMS Salzburg, erklärte, daß er seine Aufgabe vor allem in besonderen Fördermaßnahmen und frauenspezifischen Beratungsdienstleistungen sähe. Deshalb unterstütze das AMS auch die Initiative "Frau & Arbeit".

Geänderte Rahmenbedingungen gefordert

Bernd Marin, Leiter des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in Wien, sieht die Frauen als die großen Verliererinnen der neuen Arbeits- und Lebenswelten. Sie arbeiten - und leisten - insgesamt viel mehr: nicht nur bei der unbezahlten Hausarbeit sondern auch bei der unselbständigen und selbständigen Erwerbstätigkeit. Er forderte eine drastische Änderung der gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen: denn nur so könnten sich Frauen durch eine Unternehmensgründung zeitsouveräne, qualitativ hochwerige und stressfreie Jobs schaffen

"Business-Frauen-Center" in Wien

Eine wichtige Initiative in Richtung Erschließung des Gründerinnenwillens und Stärkung von Gründerinnen ist die im Jänner 1997 von Prammers Vorgängerin Konrad ins Leben gerufene Wiener Gründerinnen-Beratungsstelle "Business-Frauen-Center". Daniela Diethör, Geschäftsführerin von "Frau & Arbeit", begrüßt dieses österreichische Pilot-Projekt sehr. "Nur durch Vernetzung und einen regen Erfahrungsaustausch zwischen allen Gründerinneninitiativen können wir das Thema "Frauen und Selbständigkeit" zu einem öffentlichen Anliegen machen. Die Gründerinnen-Tage des Vereins "Frau & Arbeit" waren ein erster, sehr erfolgreicher Schritt in die richtige Richtung."

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