Sektion Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg fordert flexiblere Handhabung der Maut-Vignette

Vignettenposse hat Tourismus schon genug Schaden zugefügt

Wien (OTS) - In einem Offenen Brief an Wirtschaftsminister Mag.
Dr. Johannes Farnleitner fordert die Sektion Torusimus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg eine wesentlich flexiblere Handhabung der Maut-Vignette. Die fatalen Pannen hätten dem Tourismus bereits genug Schaden zugefügt, heißt es im Offenen Brief. Die chaotische Einführung und die starre Handhabung koste Österreich und im speziellen dem Salzburger Land eindeutig PKW- und Busgäste.

Als sofortige Maßnahme für den kommenden "Pickerl-Gipfel" am 25. Februar in Wien fordert die Salzburger Interessenvertretung des Tourismus daher folgende Änderungen:

1. Flexiblere Handhabung der Wochenvignette

Massive Beschwerden von seiten der Gäste gibt es zur Gültigkeitsdauer der Wochenvignette, die nur von Freitag der Vorwoche 0.00 Uhr bis Sonntag 24.00 Uhr gilt. Dies unterläuft zum einen Bestrebungen der Tourismuswirtschaft, die An- und Abreiseströme zu entflechten, zum anderen wird die wachsende Zahl an Kurzurlaubern abgeschreckt. Das Gültigkeitsproblem wird sich schon bald wieder bei den kommenden Donnerstag-Feiertagen ergeben. Die Wochenvignette sollte daher, was die Tage betrifft, frei wählbar sein oder die Gültigkeit des 70-S-Tarifs auf 15 Tage ausgedehnt werden (14 Tage Aufenthalt und 1 Reisetag).

2. Tagesvignette für Busse nach dem Muster der Schweiz

Anstelle der Wochenvignette der Busse sollte die Schweizer Regelung mit zehn frei wählbaren Tagen eingeführt werden. Funktionieren könnte dieses System ähnlich der Straßenbenutzungsabgabe bei Kfz über 12 Tonnen, wo nur eine Entrichtung der Gebühr und das Mitführen des Belegs durch den Fahrzeug-Unternehmer vorgesehen ist. Auch die Nichtübertragbarkeit auf Busse innerhalb eines Unternehmens ist ein ständiger Stein des Anstosses.

3. Sonderlösung für Autobahnring um die Stadt Salzburg und die Sportwelt Amade.

Analog zur Kufsteiner Lösung soll das Befahren der Autobahn zumindest bis zu den Ausfahrten Salzburg-Nord bzw. Salzburg-Süd kostenlos möglich sein. Eine Sonderlösung in Zusammenhang mit der Autobahnvignette für die an der Tauernautobahn gelegenen Skigebiete wäre aus den angeführten Konkurrenzgründen ebenso dringend notwendig.

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Salzburg
Sektion Tourismus und Freizeitwirtschaft
Dr. Irmbert Ettlmayr
tel.: 0662/8888/243

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