KfV fordert: Endlich 0,5 Promille!

Ablehnung verhindert generalpräventive Wirkung

Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert mit Nachdruck die definitive Beschlußfassung über die 0,5 Promille-Grenze im Straßenverkehr. Wieder wurden - im Laufe der letzten Woche - drei Menschen Opfer des Alkohols im Straßenverkehr.

Scharf kritisiert das KfV auch die Aussagen von ÖVP-Sicherheitssprecher NR-Abg. Paul Kiss, wonach die 0,5 Promille-Grenze abgelehnt werde, da das Problem "nicht die trinkenden Fahrer, sondern die fahrenden Trinker" seien.

"Es ist höchst verwunderlich, daß gerade der Sicherheitssprecher einer großen politischen Partei eine Sicherheitsmaßnahme wie 0,5 Promille ablehnt. Damit macht sich Abgeordneter Kiss zum Bannerträger von Gruppeninteressen und trägt nicht gerade zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit der Argumentation bei. Allein die Behauptung, im Straßenverkehr sei "der trinkende Fahrer kein Problem", zeuge von der problematischen Haltung zu diesem ernsten Thema," so KfV-Direktor Franz Bogner.

Die Einführung der 0,5 Promille-Grenze würde vor allem eine Veränderung der generellen Einstellung der Lenker zu Alkohol am Steuer, also eine "generalpräventive" Wirkung, mit sich bringen. Studien aus Ländern, in denen bereits die Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 herabgesetzt wurde, zeigen, daß es zu einer Absenkung der tatsächlichen Alkoholisierungsgrade in allen, auch den hohen, Promille-Bereichen kommt.

Insgesamt kamen in der Woche vom 10. bis 16. Februar 23 Menschen ums Leben. Hauptunfallursache war wieder einmal nicht angepaßte Geschwindigkeit (8).

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS.....).

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