Umweltbundesamt: WWF kritisiert geplante Privatisierung

Wien (OTS) - Der WWF (World Wide Fund For Nature) kritisiert die geplante Privatisierung des bisher unabhängigen Umweltbundesamtes (UBA). Naturgemäß ist der WWF als Naturschutzorganisation an einer strengen Umweltkontrolle interessiert. Einer der Schwerpunkte, die für das Jahr 2000 vorgesehen sind, ist die Veränderung des Klimas und die Erreichung des Toronto Zieles, dem sich die österreichische Regierung im Kampf um bessere Luftgütedaten verpflichtet hat. Mit Unruhe wird auch die weitgehende Liberalisierung der Umweltmaßnahmen im EU-Raum verfolgt und die Tendenzen zur Aufweichung strengerer österreichischer Normen bekämpft.

Das Umweltbundesamt hat bisher dank seiner unabhängigen Struktur und seiner kritischen Arbeitsweise wertvolle Arbeit bei zahlreichen Umweltgesetzen geleistet. Als Beratungsorgan des Umweltministeriums hat es u.a. auch die Gefährlichkeit der von den Ländern gemeldeten Altlasten-Verdachtsflächen bearbeitet und die Prioritäten für die Mittel für Sanierungen vorgeschlagen. Das vom Umweltbundesamt laufend durchgeführte Grundwasser-Monitoring ist EU-weit einzigartig. Die Mitwirkung an zahlreichen vorbildlichen Umweltgesetzen sollte nach wie vor gewährleistet sein. Daher ist es gerade für die Zukunft wichtig, über eine unabhängige Entscheidungshilfe zu verfügen. Der WWF erhofft sich, daß die eigenständige Struktur des Umweltbundesamtes und seine kritische Arbeitweise wie bisher erhalten bleiben.

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