SALINEN: KEINE INSELLÖSUNG FÜR HEIMISCHES SALZ - UT: Österreichische Markterfahrung und internationaler Marktzugang notwendig

Wien (OTS) - Das Angebotsverfahren zur Privatisierung der Salinen
AG verpflichtet laut Ausschreibungsunterlagen alle Anbieter zur Vertraulichkeit. Die Medienberichterstattung der vergangenen Tage läßt indes den Schluß zu, dieses habe nicht für alle Beteiligten Gültigkeit. Aufgrund der dabei getätigten Äußerungen sieht sich die AGRANA Beteiligungs-AG veranlaßt, einige Erwiderungen gegen Unterstellungen vorzunehmen, die trotz Vertraulichkeitsverpflichtung nicht unwidersprochen bleiben können.

Wir legen zunächst Wert auf die Feststellung, daß die österreichische AGRANA an der von ihr vertretenen Bietergruppe eine 51prozentige Beteiligung hält. Die AGRANA ist d a s österreichische Zucker- und Stärkeunternehmen mit 1400 heimischen Mitarbeitern. - Es kann also keine Rede davon sein, daß nur die Konstellation um den ehemaligen Finanzminister Dr. Hannes Androsch die einzige österreichische Lösung wäre.

Die Bieterpartnerschaft der AGRANA und der SÜDSALZ erübrigt die Suche nach einem strategischen Salzpartner. Ein solcher ist notwendig, weil sich aus der Entwicklung der mitteleuropäischen Handels- und Industrielandschaft ableiten läßt, daß ein österreichischer Alleingang ohne ausreichendem Zugang zu den europäischen Märkten wenig sinnvoll wäre. Unter diesem Aspekt distanzieren wir uns als österreichisches Unternehmen mit internationaler Erfahrung auch von der ablehnenden Haltung gegenüber ausländischem Kapital.

Ein erfolgreiches Bestehen im mitteleuropäischen Wettbewerb ist vor allem auch eine Frage von industrieller Kompetenz und Know how in den Bereichen Logistik, Marketing und Vertrieb, Technologie im Bergbau und bei der Salzgewinnung. Wir werden in den nächsten Jahren einige hundert Millionen Schilling investieren, um eine nachhaltige Konkurrenzfähigkeit für die heimische Saline zu erreichen. Wir haben nicht nur die Bekanntschaft mit osteuropäischen Politikern, sondern schon jetzt erfolgreiche Produktionsstandorte und Vertriebsnetze in Mittel- und Osteuropa.

Wir verfügen darüber hinaus über ein mit Spezialisten erarbeitetes Immobilienkonzept, das standortbezogene Gesamtentwicklungs- Projekte beinhaltet.

Jeder Grundlage entbehrt auch die Feststellung, daß nur ein Bieter ein Tourismuskonzept vorgestellt hat, zumal die Berücksichtigung des Salzkammergut-Tourismus laut Ausschreibungsunterlagen ein integrierter Bestandteil des Offerts zu sein hatte.

Die AGRANA hat diesbezüglich mit der Tourismus Infrastruktur Consulting der steirischen Landesholding das Konzept "Salzwelten" ausgearbeitet. Dieses sieht, neben der Entwicklung gesundheitstouristischer Schwerpunkte und der Inszenierung von Erlebniswelten in den Salzbergwerken, auch Projekte mit namhaften Künstlern vor, und ein, die Region belebendes, Marketingkonzept im Hinblick auf einen gesamteuropäischen Incoming-Tourismus, der deutsches Kapital integriert.

Schließlich möchten wir unserer Überzeugung Ausdruck verleihen, daß Prozesse der Ausschreibung allein deshalb stattfinden, um Angebote zu bewerten, nicht aber, um mediale Schlachten zu liefern. Wir glauben daher auch weiterhin an ein faires und objektives Verfahren durch die ÖIAG, beziehungsweise den Privatisierungsausschuß.

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Brigitte GAMPE, AGRANA
Tel. 01/211 37/2930 DW

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