Einem's Chance, endlich etwas zu bewegen

Wien (OTS) - Die Hochschulreform Minister Scholtens gab es de
facto nicht. Minister Einem hat nun die Möglichkeit, zu beweisen, daß er doch etwas bewirken kann - fordert der Präsident des Österreichischen Gewerbevereins (ÖGV) - Prof. Friedl Bakalowits - zum Thema Hochschulrefrom.

Folgende Maßnahmen werden vom ÖGV zur Diskussion gestellt:

+ Einrichtung eines Hochschulrates - in USA als "board of trustees" bewährt: Es ist ein Gremium, das sich aus Vertretern der Rektorenkonferenz und der Wirtschaft zusammensetzt. Ziel ist eine marktkonforme Hochschulpolitik durchzusetzen.

+ Wissenschaftler sollen vom Staat zusätzlich belohnt werden, wenn sie bei der Lukrierung von Drittmitteln erfolgreich sind. Auch dies bringt Wirtschaftsorientierung.

+ Universitäten sollen sich einen Teil ihrer Studenten selbst aussuchen und dementsprechend ihnen ungeeignet erscheinende zurückweisen können. Damit würden endlich die Trittbrettfahrer des Systems, die horrende Gelder kosten, keine teuren Studienplätze mehr blockieren.

+ Die Autonomie der Hochschulen ist noch weiter zu forcieren. Das Ministerium soll nicht in die Strukturpolitik der einzelnen Universitäten eingreifen. Dies könnten wie fast überall sonst, Marktmechnanismen übernehmen.

Herr Minister Einem, fassen Sie Mut; gestern haben Sie so gekonnt den Opernball als "Noch-Kunstminister" eröffnet, obwohl Sie sich vor drei Wochen noch nicht im Traume vorstellen konnten, dies zu tun. Vielleicht schaffen Sie ebenso gekonnt die längst anstehende Hochschulreform!

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Österreichischer Gewerbeverein
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