Sparpläne in Wiener Spitalsambulanzen:

Neumann: Ausbau der extramuralen Medizin einzige Alternative

Wien (OTS) - Zu den radikalen Sparplänen im AKH Wien, speziell
zur drastischen Verringerung der Patientenzahlen in den
Ambulanzen, nahm heute, Donnerstag, der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Prim. Dr. Michael Neumann, Stellung.

"Gerade im Zusammenhang mit der Diskussion um Ambulanzen im AKH und in anderen Wiener Spitälern ist der Ausbau der extramuralen Medizin die einzige Alternative", betonte Neumann.

Allerdings, so der Präsident, sei es nicht genug, einfach zustimmend zu nicken, "sondern es müssen die entsprechenden Strukturen und Zusammenarbeitsformen in der freien Praxis endlich geschaffen werden, um den Patienten gleichen Komfort und gleiche Sicherheit bieten zu können".

Wenn dann mehr als bisher in der freien Praxis als in den stationären Einrichtungen behandelt wird, müsse selbstverständlich auch "für die ausreichende Finanzierung der Gesundheitsversorgung Sorge getragen" werden.

Neumann: "In der Gesundheitspolitik unseres Landes sind jetzt
die 'Karten neu gemischt' worden, daher ist jetzt auch die historische Möglichkeit, alte Lippenbekenntnisse der Förderung niedergelassener Ärzte in die Realität umzusetzen." Und: "Das dadurch wiedergewonnene Vertrauen in unsere Gesundheitspolitik
kann einen Start in eine neue Ära der Vernunft bedeuten", so der ÖÄK-Präsident abschließend an die Adresse des nagelneuen "Kombinationsministeriums" für Gesundheit und Soziales. (Schluß)

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