Ende Jänner gab es in Österreich 301.982 Arbeitslose

Bauarbeitslosigkeit sank gegenüber dem Vorjahr um 1138 Personen oder 1,3 % - Um 2.300 mehr offene Stellen als im Vorjahr

Wien (OTS) - Mit 301.982 Jobsuchenden waren Ende Jänner um 6.441 mehr Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet als im Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der Jobsuchenden um 40.989 Personen. Die nationale Arbeitslosenquote von 9,2 % lag Ende Jänner um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, die nach EU-Kriterien ermittelte, saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb mit 4,1 % gegenüber dem Vormonat unverändert.

Im Jänner wurden dem AMS 19.700 freie Arbeitsplätze, um 2.300 mehr als im Vorjahr, gemeldet und 15.443 freie Jobs besetzt. Am Stichtag Ende Jänner waren beim AMS 15.277 offene Stellen verfügbar. Der gegenüber dem Vorjahr geringere Bestand an offenen Stellen Ende Jänner (um 4.019 weniger) geht auf die raschere Stellenbesetzung (die durchschnittliche Laufzeit wurde um drei Tage auf 35 Tage verkürzt) zurück.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat waren vor allem die Baubranche, Gewerbe und Industrie betroffen: Gegenüber Dezember 1996 stieg die Zahl der Arbeitslosen aus der Baubranche um 34.289 auf 87.530 Personen. Die Zahl der Arbeitslosen aus Industrie und Gewerbe stieg gegenüber dem Vormonat um 7.724 auf 69.805 Personen.

Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit in der Baubranche um 1.138 Personen oder 1,3 %. Durch den Rückgang der Arbeitslosen der Baubranche lag die Zahl der Jobsuchenden aus Produktionsberufen (einschließlich Bauberufe) mit 155.427 Personen nur geringfügig (plus 226) über dem Vorjahresniveau. In den Dienstleistungsberufen (einschließlich Fremdenverkehrsberufe) stieg die Arbeitslosenzahl um 6.527 auf 137.841 Personen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betraf vor allem Hilfs- (plus 1.520), Büro- (plus 1.504), Fremdenverkehrs-(plus 1.365) und Handelsberufe (plus 1.076).

Frauen mit niedriger Qualifikation waren von der steigenden Arbeitslosigkeit am stärksten betroffen: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitslosen mit Pflichschulabschluß um 1.905 (1.792 Frauen) auf 124.951, die Zahl der Arbeitslosen mit Lehrabschluß um 2074 (1.162 Frauen) auf 126.474 Personen an. 83 % der Jobsuchenden verfügten Ende Jänner über Pflichtschule oder Lehrabschluß.

Mit dem Rückgang der Bauarbeitslosigkeit sank die Zahl der Jobsuchenden in der Steiermark um 1.539 Personen, in Kärnten und Tirol blieb die Zahl der Arbeitslosen auf dem Niveau des Vorjahres. In den übrigen Bundesländern stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr: Den größten relativen Anstieg gab es in Vorarlberg (8,8 %), Salzburg (7,1 %) und Wien (4,6 %).

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