VERKEHRSSICHERHEITS - MASSNAHMEN FÜR DEN "UNGESCHÜTZTEN VERKEHR" SIND ÜBERFÄLLIG

Wien (OTS) - KfV: Fußgänger, Radfahrer, Senioren und Kinder sind kein Freiwild -Zahlreiche beschlußfähige Gesetze zur Hebung der Sicherheit der schwachen Verkehrsteilnehmer verstauben in der Schublade - Neue Regie erung von Bundeskanzler Mag. Klima ist gefordert=

Rasches Handeln ist angesichts der Unfallzahlen der
vergangenen Woche nach Meinung des KfV nötig. In der Woche vom 27. Jänner bis zu m 2. Februar kamen insgesamt 14 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben, 8 Pkw-Lenker, 2 Pkw-Beifahrer und 4 Fußgänger. Alle 4 Fußgänger wurden durch Fremdverschulden getötet.

Das KfV fordert mit allem Nachdruck mehr verkehrsplanerische Maßnahmen zum Schutz der "ungeschützten" Verkehrsteilnehmer. Schon bei der Planung des Verkehrsangebotes sollte nicht die Flüssigkeit des Verkehrs an erster Stelle stehen, sondern die Sicherheit der "schwächeren" Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Senioren, Kinder und Radfahrer.

Im Ortsgebiet sollen flächendeckendes Tempo 30/50, baulich gestaltete Tempo 30-Zonen, Wohnstraßen, etc. die Kraftfahrer veranlassen, ihre Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. Straßenraumgestaltung sollte sich nicht nur auf Straßen mit geringem Verkehrsaufko mmen beschränken, sondern auch im hochrangigen Straßennetz verstärkt betrieben werden; dort ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle mit "ungeschützten" Verkehrsteilnehmern. Fahrstreifenverengungen, effiziente Geschwindigkeitskontrollen und Querungshil fen für Fußgänger und Radfahrer können Abhilfe schaffen.

Aber auch das in der ersten Fassung durch den damaligen Verkehrsminister Mag. Klima konzipierte Verkehrssicherheitspaket bedeutet ei ne große Chance zur Steigerung der allgemeinen Verkehrssicherheit. "Fahren mit Licht am Tag", die Einführung der 0,5 Promil legrenze im Staßenverkehr und die Schaffung eines Punkteführerscheinsystems können die Sicherheit jedes Einzelnen stark steigern. Je de dieser Maßnahmen liegt als beschlußreifer Gesetzesentwurf vor.

Das KfV appelliert an Bundeskanzler Mag. Klima und die neue Bundesregierung, dieses seit langem durch verschiedene Gruppen blockierte Sicherheitspaket mit höchster Priorität zu behandeln.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0059).

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