Semmering-Basistunnel

Wien (OTS) - Als keinesfalls zielführend bezeichnet der freiheitliche Landesrat Hans Jörg Schimanek den ständigen Streit und Schlagabtausch zwischen Niederösterreich, dem Bund und der Steiermark zum Thema "Semmering-Basistunnel".

"Die Fronten sind derart festgefahren, daß es wenig Sinn macht, seitens Niederösterreich auf einen Justament-Standpunkt zu beharren, ohne der Steiermark akzeptable Gegenvorschläge zu unterbreiten!", ist Schimanek überzeugt. "Vielmehr müssen wir die Steirer durch Fakten davon überzeugen, daß der Bau des Eisenbahntunnels durch das Semmering-Massiv, trotz gewisser Vorteile für die Steiermark, österreichweit gesehen ein volkswirtschaftlicher und umweltzerstörender Unsinn wäre".

Schimanek schlägt vor, den Nachbarn jenseits des Semmerings ein Abrücken von ihrem derzeit unbedingten Ja zum Tunnelbau durch Erfüllen anderer, verkehrsstrategisch wichtiger Wünsche für ihr Bundesland schmackhaft zu machen.

"Wenn man den Steirern anstatt des Basistunnels als Kompromißvorschlag etwa die Fertigstellung der Autobahn ab Judenburg in Richtung Klagenfurt, den zweigleisigen Ausbau der Ennstalstrecke und der Bahnverbindung Graz-Marburg, den gewünschten Koralmtunnel oder den Ausbau der Semmering-Scheitelstrecke mit einem ökologisch unbedenklichen Straßentunnel zur Auswahl stellt, müßte eine gemeinsame Lösung doch möglich sein, ohne daß man in der Steiermark oder beim Bund das Gesicht verliert", ist Schimanek überzeugt.

Der freiheitliche Politiker fordert daher die sofortige Aufnahme von Verhandlungen vorerst zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Schimanek: "Falls gewünscht, stehen mein Regierungskollege Michael Schmid (Stmk.) und ich den beiden schwarzen Landeshauptleuten Klasnic und Pröll zum Kitten des von ihnen bereits zerschlagenen Porzellans gerne als 'blaue Vermittler' zur Verfügung!"

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