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Zusammenarbeit von Unternehmen ist entscheidend für das Verständnis neuer Technologien

Die Kooperation zwischen Unternehmen und Branchen ist der Schlüssel zum Verständnis neuer Technologien. Das ergibt eine neue Studie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Dr. Melanie Wiener vom Institut für Strategisches Management der WU hat gemeinsam mit Forscher*innen der Johannes Kepler Universität gezeigt, dass branchenübergreifende Kooperationen in Open-Strategy-Projekten zwischen nicht konkurrierenden Unternehmen ermöglichen, neue Technologien und unsichere Umgebungen auf eine Art und Weise zu verstehen, die allein nicht möglich wäre.

Im Rahmen ihrer Studie initiierten Wiener und ihre Kolleg*innen ein Projektteam, das sich aus sieben Unternehmen verschiedener Branchen zusammensetzte. Das Team befasste sich mit neuen Fragen und möglichen zukünftigen Konsequenzen, die durch die Blockchain-Technologie aufgeworfen werden. 
Die Studie begann im Jahr 2016 – zu einer Zeit, als Blockchain eine noch aufstrebende Technologie war. Die Forscher*innen wiesen nach, dass Open-Strategy-Projekte das „Out-of-the-Box-Denken“ erleichtern und es den einzelnen Unternehmen ermöglichen, neue Anwendungsfälle zu entwickeln, ohne durch interne Macht- oder Unternehmensprozesse unter Druck gesetzt zu werden.

Melanie Wiener: „Die besonderen Merkmale offener Strategieprojekte – ihr kollaborativer und branchenübergreifender Charakter, die Vielfalt an Stimmen, Fachwissen und Prioritäten – schaffen ein Umfeld, das neue Ideen und Problemlösungen erleichtert. Dieses Umfeld ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, mit Unsicherheiten umzugehen – technologiebezogen oder nicht.“

Die Forscher*innen fanden heraus, dass die einzelnen Unternehmen durch die Interaktion mit anderen Organisationen neue Bedeutungen und Anwendungsmöglichkeiten für die aufkommenden Blockchain-Technologien identifizieren konnten. Da das Projekt zahlreiche Unternehmen mit unterschiedlichen Prioritäten und Zielen umfasste, konnten die einzelnen Unternehmen davon profitieren, dass sie sich nicht auf eine gemeinsame Sichtweise einer neuen Technologie einigen müssen.

Zur Studie

Melanie Wiener, Fabio Damm, Regina Gattringer, Philipp Kranewitter: “Prospective collaborative sensemaking for identifying the potential impact of emerging technologies”, abrufbar unter https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/caim.12432

Die Studie wurde in der Zeitschrift Creativity and Innovation Management veröffentlicht. 

Rückfragen & Kontakt:

Pressekontakt:
Alexander Vieß
Forschungskommunikation
Wirtschaftsuniversität Wien
Tel: + 43-1-31336-5478
E-Mail: alexander.viess@wu.ac.at

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