ATIB Union befürchtet Vermehrung feindlicher Übergriffe

Besorgniserregende Instrumentalisierung der Wissenschaft für politische Agenden

Wien (OTS) - Die medienwirksam veröffentlichte Islam-Landkarte in Verbindung mit den Grundlagenpapieren der Dokumentationsstelle für politischen Islam führt zu großer Besorgnis innerhalb der ATIB Community. Wie an mehreren Stellen im Grundlagenpapier zu vernehmen sind, stellt die ATIB Union mit ihren Vereinen den größten muslimischen Dachverband in Österreich dar und ist somit einem noch größeren Risiko islamophober und feindlicher Übergriffe ausgesetzt. Zumal sich diese Ereignisse aufgrund des politischen Narratives der letzten Jahre ohnehin immens vermehrt haben.

Auch die vermeintliche Dialogbereitschaft der Studienautoren ist in keiner Weise nachvollziehbar, denn dies würde bedeuten, dass eben jene, Kontakt mit den Vereinen hergestellt haben müssten, die sie zum Gegenstand ihrer Untersuchung gemacht haben. Dass dies nicht mangels entsprechender Kontaktdaten unterlassen wurde, erklärt sich mit Blick auf die Islam-Landkarte von selbst.

Aufgrund von vereinzelten und veralteten Momentaufnahmen aus den Social-Media-Kanälen der ATIB Union auf ihre Struktur und Organisation zu schließen, zeugt von einer geringen wissenschaftlichen Qualität. Wir hoffen, dass diese bedenkliche Entwicklung unter dem Deckmantel der Wissenschaft von den österreichischen Kontrollorganen ebenso kritisch gesehen wird und die Sicherheit, der hier lebenden Musliminnen und Muslime nicht in die Hände von gewaltbereiten und radikalen Gruppen gespielt wird.

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