Grüne/Litschauer: EURATOM reif für die Pension

Lösung für Atommüll und mehr Sicherheit in Europa notwendig

Wien (OTS) - "Der EURATOM-Vertrag ist heuer 63 Jahre alt und hat sich im Wesentlichen seither nicht verändert. Ich bin der Meinung, dass der Vertrag eigentlich in Pension geschickt gehört“, meint der Anti-Atomsprecher der Grünen, Martin Litschauer.

Nach über sechs Jahrzehnten hat EURATOM in zwei seiner vier Hauptzielen eindeutig versagt. „Von einheitlichen und höchsten Sicherheitsstandards sind wir meilenwert entfernt. Fraglich ist auch, ob radioaktives Material vor militärischen Zwecken geschützt wurde. Viel mehr drängt sich der Verdacht auf, dass zahlreiche Reaktoren in Europa vor allem auch aus militärischen Interessen gebaut wurden. Gleichzeitig bergen Atomanlagen eine große Gefahr, weil sie von Terroristen rasch zu ‚Dirty Bombs‘ verwandelt werden können“, erläutert Litschauer.

„Anlässlich der heutigen Debatte im Nationalrat möchte ich mich bei allen Unterzeichner*innen des EURATOM-Ausstieg-Volksbegehrens bedanken, dass sie damit die aktuellen Probleme der Atomindustrie aufgezeigt haben“, sagt Litschauer und weiter: „Der EURATOM-Vertrag muss dringend neu aufgesetzt werden. Statt in die Reaktorforschung zu investieren, benötigen wir die Gelder für den Rückbau von Atomanlagen, für die Atommüllendlagerung und für den Atomausstieg in Form einer Energiewende. Studien zeigen, dass die Atomkraft nicht CO2 neutral ist und wesentlich mehr CO2 emittiert als Ökostromkraftwerke. Daher ist die Atomenergie auch keine Lösung bei der Bewältigung der Klimakrise. Aber auch bei der Atomaufsicht braucht es neue Konzepte und mehr Transparenz und Aufklärung“, meint der Grüne Anti-Atomsprecher.

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