• 20.06.2013, 09:27:51
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Heinisch-Hosek: Quoten als Karrierebeschleuniger für Frauen

Verleihung des Johanna-Dohnal-Förderpreises 2013 im Bundeskanzleramt

Utl.: Verleihung des Johanna-Dohnal-Förderpreises 2013 im
Bundeskanzleramt =

Wien (OTS) - "Dank der Einführung einer Quotenregelung an allen
Gremien der Universitäten hat sich die zahlenmäßige Situation bei den
Rektorinnen verbessert. Aus null wurden vier, was einem Anteil von 19
Prozent entspricht. Bei den Vizerektorinnen halten wir mittlerweile
bei 38, das sind immerhin 50,7 Prozent", erklärte Bundesministerin
Gabriele Heinisch-Hosek bei ihrer Begrüßungsrede im Rahmen der
Verleihung des Johanna-Dohnal-Förderpreises gestern, Mittwoch, im
Bundeskanzleramt. "Quoten sind Beschleuniger dessen, was Frauen
verdienen - jene Stellen einzunehmen, für die sie gut ausgebildet
sind und wo sie ganz einfach hingehören. Bereits für Johanna Dohnal
waren Quoten ein Credo. Sie hat darin ein wirksames Instrument
gesehen, um Prozesse zu beschleunigen und um Talente von Frauen nicht
zu vergeuden", so Heinisch-Hosek. Sie verwies darauf, dass Johanna
Dohnal bereits seinerzeit mit ihrer Kampagne "Mädchen können mehr"
zum Einstieg in technische Ausbildungsfelder motivieren wollte, um in
von Männern besetzte Domänen vorzudringen.

"2013 ist es noch immer schwierig, Mädchen für Technik zu begeistern.
Deswegen ist es wichtig, jene jungen Frauen zu präsentieren, die eine
wissenschaftliche Karriere begonnen haben. Weiterhin werden
Forschungsaufträge an Frauen weniger großzügig vergeben. Zudem ist es
für sie schwer, Auslandsaufenthalte anzunehmen, weil sie gemäß einer
Studie zögerlicher sind - sie haben die schwierige Vereinbarkeit von
Familie und Beruf im Blick. So werden noch immer häufig
Studienrichtungen in nicht-technischen Bereichen von Frauen gewählt.
In karriererelevanten und hoch angesehenen naturwissenschaftlichen
Bereichen finden wir zu wenige von ihnen vor. Daher ist es umso
wichtiger, dass wir im Sinne Johanna Dohnals Absolventinnen solcher
Studien vorstellen dürfen", so Heinisch-Hosek.

Die von einer Jury ermittelten Preisträgerinnen der Förderpreise sind
Evelyn Wascher, Sophie Lillie und Elisabeth Anna Günther. Das
Stipendium wurde an Isabella Scheibmayr vergeben. Johanna Dohnal, der
Namensgeberin des nun zum zehnten Mal verliehenen Preises, war die
Ausbildung von Mädchen und Frauen stets ein zentrales politisches
Anliegen. Damit soll auch ein Zeichen gegen Studiengebühren und für
den freien Zugang zu öffentlichen Bildungsinstitutionen gesetzt
werden. Die Auszeichnung erfolgt an Dissertantinnen und
Diplomandinnen, die ein technisches und/oder ein feministisches
Studium absolvieren.

Abschließend bedankte sich Heinisch-Hosek bei den Jurymitgliedern für
die schwer zu treffende Auswahl und bei den Preisträgerinnen für ihre
qualitativ hochwertigen Abschlussarbeiten. Und zu guter Letzt sei
auch noch jenen Personen, Organisationen und Unternehmen zu danken,
die die Finanzierbarkeit der Preise ermöglichten.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

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