- 20.06.2013, 09:22:13
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Vladyka: Angespannte Lage am Arbeitsmarkt erfordert zusätzliche Anstrengungen in der Sozialpolitik
13 % der Österreicher sind arm oder armutsgefährdet
Utl.: 13 % der Österreicher sind arm oder armutsgefährdet =
St. Pölten, (OTS/SPI) - Mehr als 330.000 Menschen in Österreich sind
ohne Job, jeder Arbeitslose ist aber ein Arbeitsloser zu viel. Auch
in unserem Bundesland ist die Arbeitslosigkeit leider gestiegen,
40.916 Menschen, die 10.985 Schulungsteilnehmer nicht mit
eingerechnet, suchten im Mai 2013 eine Arbeitsstelle. Das ist ein
Anstieg zum Vergleichsmonat des Vorjahres um 8,5 %. Die
Armutsgefährdungsschwelle beträgt derzeit 1.066 Euro. Einkommensarm,
also 'armutsgefährdet', sind in Österreich Personen, deren
Haushaltseinkommen unter der haushaltsspezifischen Armutsgrenze
liegt. Das sind in Österreich 13 % der Bevölkerung oder 1,051.000
Menschen. Davon leben in Österreich rund 5 %, das sind 431.000
Menschen, in manifester bzw. absoluter Armut. Damit erfordert die
weiter angespannte Lage am Arbeitsmarkt zusätzliche Anstrengungen in
der Sozialpolitik", so die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten,
LAbg. Christa Vladyka, im Zuge der Bugetdebatte im NÖ Landtag.
Die gestiegenen Lebensmittelkosten, beispielsweise bei Wohnen,
Energie und Lebensmitteln, machen immer mehr Familien mit Kindern und
vor allem AlleinerzieherInnen besonders zu schaffen. Kinder, die in
armutsgefährdeten Haushalten aufwachsen, haben ungünstigere
Entwicklungsbedingungen in schulischer und beruflicher Ausbildung,
Freizeit und Interaktion in gleichaltrigen Gruppen. "Besondere
Aufmerksamkeit müssen wir auch den Frauen, den AlleinerzieherInnen,
den PensionistInnen und der Jugend schenken", so die
SPNÖ-Sozialsprecherin weiter.
"Das Land Niederösterreich nimmt in vielen sozialen Bereichen seine
Verantwortung wahr, beispielsweise im Zuge der Jugendwohlfahrt durch
die Behebung von Notständen, von sozialpolitischen und
familienpolitischen Maßnahmen bis hin zur Wohnbauförderung oder
Schuldnerberatung. Leider bleiben aber trotzdem noch viele Menschen
auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben auf der Strecke. Ein
Instrument der zahlreichen Maßnahmen um Armut zu bekämpfen ist die
Bedarfsorientierte Mindestsicherung. Sie wurde in Niederösterreich an
rund 12.000 Haushalte bzw. Personen ausbezahlt. Es konnte zwar eine
Zunahme der Anträge festgesellt werden, parallel dazu gab es auch
eine Verbesserung bei der Reintegration von
MindestsicherungsbezieherInnen in den Arbeitsmarkt", so Vladyka.
"Ein weiterer, wesentlicher Bereich ist neben der Schuldnerberatung
auch die Delogierungsberatung. Diese hilft dann, wenn Menschen durch
ihre finanzielle Not oft auch in eine Situation geraten, wo ihnen
auch noch der Entzug der eigenen vier Wände droht! Die ARGE
Wohnungssicherung in NÖ zeigt auf, wo Hoffnungslosigkeit und
Resignation die Menschen in die Beratungsstelle geführt hat. Wohnen
ist ein wichtiges Grundbedürfnis und Basis für beinahe alle anderen
Bereiche des Lebens. Ohne Wohnraum ist es schwierig, im Arbeitsleben
zu bestehen, unmöglich, am Bildungssystem ausreichend teilzunehmen
und schwierig, ein soziales Netzwerk zu erhalten. Gerade in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger, Wohnraum zu
erhalten und zu sichern", so Vladyka abschließend.
(Schluss) fa
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